Partizipation & Gestaltung

Inhalte

Identität | Zukunft | Akzeptanz | Wissen und Macht | Mut zu neuen Wegen | Mobilität | Arbeit | Kommunikation | Demographie | soz. Sicherheit | Interkulturalität | Geschlechterfragen

Mitwirkende

  • Federführendes Interesse: NLJ
  • Interesse an der kontinuierlichen Mitarbeit: JANUN, DSJ, AWO-JW
  • punktuelles Interesse: BDKJ

Neue Ansprechpartnerin der gleichberechtigten InselbewohnerInnen

NLJ, Claudia Rass, rass@nlj.de, 0441/9848975

Meilenstein 2

Ergebnisse des 1. Meilensteins

Auf welche 3 Themen legt ihr einen besonderen Schwerpunkt?

(Vorschläge, die noch partizipativer Untermauerung bedürfen:)

  • Verständnis von Partizipation in Verbänden und Gesellschaft
  • Praxis von Partizipation
  • Hierarchie?

Habt ihr euch bereits auf konkrete nächste Schritte verständigt?

gemeinsames Treffen von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen der beteiligten Verbände (Kernthema, Austausch, Themenfindung) → Aktionen?

Wann und wo trefft ihr euch wieder?

1. Treffen der Themeninsel am Samstag, 31. Januar 2008 von 10 bis 16 Uhr in der Landesgeschäftsstelle des BdP Niedersachsen e. V., Milchstrasse 17 in 26123 Oldenburg

Beim 1. Meilenstein in Hannover hatten wir uns bereits auf einige Inhalte des Treffens verständigt, so dass wir nun folgende Tagesordnung vorschlagen:

- Vorstellung der beteiligten Verbände und Personen - „Was ist Partizipation?“ (Einführung in das Thema) - Austausch zum Verständnis und zur Praxis von Partizipation in den Verbänden - „Viva la participation!“ - Mitgestalten, aber wie…? - Themenfindung - Absprachen zum weiteren Vorgehen

Es wäre schön, wenn ihr zur Vorstellung eurer Verbände sowie zum Austausch über das Verständnis und die Praxis von Partizipation in euren Verbänden Material mitbringen könntet (Broschüren, Projektbeschreibungen oder -auswertungen, Strukturen, Flipchartblätter o. ä.).

Für Getränke und einen Mittagsimbiss wird gesorgt. Die Geschäftstelle befindet sich etwa 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof.

Bitte gebt uns bis zum 26. Januar 2009 eine Rückmeldung, ob ihr an dem Treffen teilnehmt.

Ansprechpartner der gleichberechtigten InselbewohnerInnen

RdP/w, c/o BdP LV Niedersachsen, Jens Grolla, Milchstr. 17, 26123 Oldenburg, Tel. 0441 / 88 23 04, jens.grolla@nds.pfadfinden.de

„Partizipation (v. lat.: particeps = an etwas teilnehmend; zugehöriges Verb: partizipieren) heißt übersetzt 'Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung'.“ Wikipedia


„Der Begriff der Partizipation beschreibt wie kein anderer den Willen und die Hoffnung des Menschen, Entscheidungen beeinflussen zu können, die seine Lebenswelt betreffen – sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene. Partizipation kann demnach verstanden werden als verantwortliche Beteiligung der Betroffenen an der Verfügungsgewalt über ihre Gegenwart und Zukunft.“ W. Stange


„Als gesellschaftlicher Leitgedanke ist Partizipation nur sinnvoll als permanenter Lernprozess möglichst vieler Menschen; sie lässt Zukunft offen und ermöglicht die freie Diskussion über Zukunftsalternativen. Aktive Beteiligung der Bürger an politischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten ist eine notwendige Voraussetzung zur Verwirklichung eines demokratischen Gemeinwesens. Beteiligung (Partizipation) kann dabei als Mittel zur Einbringung und Durchsetzung von Anliegen und Interessen dienen, ist aber auch im Sinne einer Selbstverwirklichung der Menschen durch Beteiligung zu betrachten.“ W. Stange


„Dabei ist echte Partizipation nicht als vorgegeben oder aufgezwungen vorstellbar, sie vollzieht sich immer freiwillig und kann als Chance zur Mitgestaltung oder Selbstgestaltung verstanden werden. Das Recht zu partizipieren muss allerdings vorhanden sein (eingeräumt oder erkämpft werden). Für die 'Dirigierenden' einer Gesellschaft bedeutet Partizipation immer auch das Delegieren bzw. Teilen von Macht – dieses begriffliche Element ist in dem Wort Partizipation bereits enthalten. Dieses Teilen ist grundsätzlich kein 'Selbstgänger', es gestaltet sich oft schwieriger als die – seltene – vollkommene Selbstbestimmung in einem autonomen Bereich.“ W. Stange


„Die Kinder werden nicht nur die Verantwortung für die Erde erben, sondern sie stellen in vielen Entwicklungsländern auch fast die Hälfte der Bevölkerung. Außerdem sind Kinder sowohl in den Entwicklungsländern als auch in den Industrieländern überaus anfällig für die Auswirkungen der Umweltverschlechterung. Darüber hinaus sind sie auch sehr bewusste Verfechter des Umweltgedankens. Die besonderen Interessen der Kinder müssen bei dem partizipativen Entscheidungsprozess zu Umwelt und Entwicklung voll berücksichtigt werden, damit die künftige Nachhaltigkeit aller zur Umweltverbesserung ergriffenen Maßnahmen sichergestellt ist.“ Agenda 21 (Vereinte Nationen; entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung)


“Es ist unbedingt erforderlich, dass Jugendliche aus allen Teilen der Welt auf allen in Betracht kommenden Ebenen aktiv an der Entscheidungsfindung beteiligt werden, weil diese ihr Leben heute beeinflusst und Auswirkungen für die Zukunft besitzt. Abgesehen von ihrem geistigen Beitrag und ihrer Fähigkeit, Unterstützung zu mobilisieren, bringen junge Menschen auch ihre eigenen Betrachtungsweisen mit ein, die der Berücksichtigung bedürfen.“ Agenda 21 (Vereinte Nationen; entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung)


„Zahlreiche neue Erkenntnisse aus den Sozial- und Gesellschaftswissenschaften zeigen auf, dass Kinder und Jugendliche Kompetenzen und Fähigkeiten besitzen, die ihnen zu früheren Zeiten nicht zugetraut wurden. Ob es sich um umweltliches Wissen oder räumliche Fähigkeiten handelt, Kinder haben schon früh Kompetenzen entwickelt und können diese auch einsetzen, wenn ihnen mit geeigneten Methoden die Möglichkeit dazu gegeben wird.“ R. Schröder


„Partizipation bedeutet nicht, ‚Kinder an die Macht’ zu lassen oder ‚Kindern das Kommando zu geben’. Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Kinder sind dabei nicht kreativer, demokratischer oder offener als Erwachsene, sie sind nur anders und bringen aus diesem Grunde andere, neue Aspekte und Perspektiven in die Entscheidungsprozesse hinein.“ R. Schröder


„Kinderpolitik ist nicht nur eine Politik für Kinder, sondern auch eine Politik mit Kindern und durch Kinder. Mit welchem Argument will man Kinder etwa aus der Gestaltung des Spielplatzes, des Schulweges oder ihres Wohnumfeldes heraushalten? Warum sollen Kinder und Jugendliche nicht hörbar gegen die Schließung eines Jugendzentrums protestieren? Warum sollen Kinder nicht mitreden, wenn es um den Schulalltag geht? Kinder sind Experten in eigener Sache, und die Gesellschaft sollte auf diesen Sachverstand nicht verzichten. Ich bin überzeugt, dass unsere Politik durch die Einbeziehung der Kinder insbesondere auf kommunaler Ebene nur besser werden kann.“ C. Nolte


„Die Gemeinde soll Kindern und Jugendlichen bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen. Hierzu soll die Gemeinde über die in diesem Gesetz vorgesehene Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner hinaus geeignete Verfahren entwickeln und durchführen.“ §22 e Niedersächsische Gemeindeordnung


„Wo der eigene Anteil sich verliert, verliert sich auch das Gedächtnis.“ Johann Wolfgang von Goethe


Eigene Werkzeuge