Inhaltsverzeichnis

Soziale Gerechtigkeit / Gesellschaft im Wandel

Inhalte

Bildung | offene Zugänge | Geld und Konsum | Gesundheit | Freiräume | staatliche Repressionen | Arbeit | Fortpflanzung und Finanzierung | Berücksichtigung versch. Lebenslagen (Interkult., Gender, Demografie, etc.)

Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel

  1. Was können wir von den jeweils vorgeschlagenen Themen nutzen? Thematische Sortierung.
  2. Umsetzung/Methodenplan – Aktivitäten, Veranstaltungen
  3. Verabredungen, Treffen, Absprachen, Zeitplan. Wer informiert wen?

Die „Steuerungsgruppe“ der aejn e.V. formuliert nach Sichtung der Ergebnisse von den Tischrunden in Anlehnung an die Methode „worldcafe“ folgende Präambel: Gerechtigkeit ist keine Maßeinheit, sondern ein Gefühl, eine individuelle Wahrnehmung, eine Erfahrung, ein Erleben

Themenschwerpunkte

Anschließend werden die nachfolgenden Themenschwerpunkte herausgefiltert

Teilhabe ermöglichen auch durch Grundsicherung

  • sozial
  • finanziell
  • kulturell
  • lebenskulturell

Chancengleichheit

  • Armutsthematik in Bezug auf Familie, Kinder und Jugendliche
  • Lebenslange oder geerbte soziale Un‐Gerechtigkeit

Work – life –Balance

  • Mindestlohn
  • Zeit für Privates
  • Umgang der Wirtschaft mit dem so genannten „Humankapital“

Generationengerechtigkeit

  • Was sind legitime Forderungen an den Einzelnen?

Als Vormerkposten wird festgehalten: Beobachten, was das „Bildungsatoll“ macht, da es eine inhaltliche Verbindungslinie gibt und ggfs. Abgrenzungen erfolgen sollten.

Ideensammlung

Folgende Ideensammlung zu Methoden und Veranstaltungen wird unsortiert notiert:

  • Veranstaltung zwischen Politik, Kirche und WirtschaftsvertreterInnen(mit positiven Beispielen) zum Thema „Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel“ soll aus der Perspektive von Jugendarbeit organisiert werden.
  • „Statementfilm“ zu Gerechtigkeit
  • Listenpunkt
  • Leben von und mit Hartz IV
  • „Dormagen“: Symposion mit Fachleuten
  • Literaturgottesdienst zu „ene mene muh– und wo bleibst du?“
  • Landesfachkonferenz mit dem Schwerpunktthema „soziale Gerechtigkeit“
  • Rote Karte gegen Reichtum, Bunte (oder auch „Ampelkarte“) gegen Armut
  • 2. Jugendsozialgipfel
  • Musikproduktion, CD
  • Bibelandenken zu Armut, Zusammengestellt von Jugendlichen und PolitikerInnen, oder auch anderen Fachleuten wie Ärzten, LehrerInnen
  • Virtuelle Klagemauer: Ungerechtigkeit ist…
  • Jugendgottesdienstentwurf zu „sozialer Gerechtigkeit“
  • Erlebnispädagogische Aufgaben, die den Gerechtigkeitsgedanken aufnehmen
  • Arbeitshilfe „Gegen den Trend 2010“ zu soziale Gerechtigkeit.

Termin

Es wird vereinbart am 1. Dezember 2008 um 15:00 Uhr im Ev. Jugendhof Sachsenhain in Verden einen „Runden Tisch“ zu dem Thema zu organisieren, an dem dann aus den Mitgliedsverbänden weitere Personen dazukommen und Absprachen getroffen werden, in welcher Weise diese (oder andere)Themenvorschläge bearbeitet werden. Darüber hinaus welcher Mitgliedsverband federführend für welches Thema zuständig sein wird.

Hannover, den 29.09.2008

Manfred Neubauer, aejn e.V., Archivstraße 3, 30169 Hannover, eMail: neubauer@kirchliche-dienste.de

Mitwirkende

  • Federführend: AEJN e.V.,
  • Interesse an der kontinuierlichen Mitarbeit:
  • punktuelles Interesse: BDKJ, BDP, DGB-Jugend

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Runder Tisch 05.12.2008

neXT2020 Ergebnisse Runder Tisch im Kontext der aejn e. V. Themeninsel „Soziale Gerechtigkeit -Gesellschaft im Wandel“ 05.12.2008

Die Mitglieder der Projektgruppe werden bis zur nächsten Zusammenkunft, die für den 20. April 2009 von 15-18 Uhr ebenfalls im Ev. Jugendhof Sachsenhain in Verden geplant ist, prüfen in wie weit die angedachten Vorhaben umgesetzt werden können und entsprechende weitere Planungen vorstellen. Es wird verabredet, dass entsprechender Informations- und Erfahrungsaustausch stattfinden soll. Darüber hinaus soll intern geprüft werden in wie weit gemeinsame Veranstaltungen für das erste Halbjahr 2010, oder auch schon in der Adventszeit 2009 verabredet werden. Desgleichen soll geprüft werden, ob es ein gemeinsames Logo für die einzelnen dezentralen Veranstaltungen geben soll oder ob die einzelnen Mitgliedsverbände ihre Vorhaben jeweils mit ihrem eigenen Signet durchführen. Außerdem wird verabredet, dass es einen kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch geben soll, der sowohl innerhalb der Projektgruppe als auch über Vorstand und Mitgliederversammlung der aejn stattfindet.

Hannover, den 06.12.2008 Manfred Neubauer rt_-_soziale_gerechtigkeit01.pdf

Ideensammlung Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel

Während der Planungstage des Ladesjugendpfarramts vom 28. – 29. Januar hat sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema auseinandergesetzt und erste Einfälle gesammelt:

- „Erfahrungstage“ mit Jugendlichen zum Thema: z.B. Kochen mit Hartz IV / Einkaufen mit Hartz IV / Kultur für 1 Euro und mehr - Aktion 351 – 281 – 211 - Fachtag „Grundeinkommen“ - „Freizeit, Sport und Spiel – das kost’ nicht viel“ (kostengünstige Angebote für zu Hause entwickeln) - Soziale Gerechtigkeit als Generalthema auf dem Landesjugendcamp 2010 („Sag nicht, ich bin arm!“) - Eine Posterreihe zu „sozial“ und „gerecht“ - „Preisverleihung“: wer wird „Gier-Raffke“ des Monats? - Fotoausstellung - „Werkstatt zum Glück“: Kunstprojekt mit Sprengelmuseum oder Kunstverein Hannover - „Soziale Gerechtigkeit hat einen Namen“: positive Beispiele benennen von Organisationen / Initiativen / Einzelpersonen, die sich auf dem Feld engagieren - Theater – Zirkus – Musical - Aktion „Ausgrenzungen abbauen“ - Bibliodrama (Reicher Kornbauer – arme Witwe) - Verein christlicher Pfadfinder: Bundeslager 2009 oder Kongress 2010 zum Thema - Kooperationen mit Kirchengemeinden - Ein Fest zum Thema „Teilen“

Hannover, den 04.02.2009 Wolfgang Blaffert

"Kotzt dich Armut an?"

Zu diesem provokanten Slogan versuchten am letzten Wochenende Jugendliche des Sprengels Stade auf ihrem alljährlichen Sprengeljugendtreffen in Verden eine Antwort zu finden. Über eines war man sich allerdings schnell einig: Armut ist kein Thema nur aus Dritte-Welt-Ländern. Laut des Armutsberichts der Bundesregierung lebt in Deutschland jedes vierte Kind in Armut, alle 10 Jahre verdoppelt sich ihre Zahl. Die rund 70 Jugendlichen aus allen Regionen des Elbe-Weser-Dreiecks diskutierten, recherchierten und (er)lebten in verschieden Workshops wie Armut entsteht und mit welchen Problemen sich Menschen an der Armutsgrenze konfrontiert sehen. So wurde zum Beispiel im Selbstversuch getestet, wie man für 9 Personen von 7,21 € (Hartz-IV Satz) ein Mittagessen zusammenstellt. Das Menü: Arme Ritter, Rührei und zum Nachtisch Pfannkuchen. Beim Einkauf musste mehrmals nachgerechnet werden, um Peinlichkeiten an der Kasse zu vermeiden - ein durchaus realistisches Szenario. Nicht mit echtem Geld, aber dafür etwas umfangreicher waren die Berechnungen von Saskia (17), Birthe (17) und Lena (16). Die drei stellten in einem Planspiel 7 Monate im Leben einer Hartz-IV Familie nach. Dafür wurde ihnen die familiäre Situation inklusive monatlicher Einnahmen und Ausgaben vorgegeben. Theoretisch bliebe dem alleinerziehenden Vater mit Tochter und Sohn noch rund 130 € im Monat. Doch mit kaputter Spülmaschine, steigenden Heizkosten im schlecht isolierten, alten Bauernhaus und der nun nicht mehr bezahlten Schulbusfahrkarte seiner zu allem Überfluss noch schwangeren, siebzehnjährigen Tochter musste richtig hart kalkuliert werden. Dabei blieb den jungen Frauen alle Entscheidungsfreiheit ihre Ausgaben zu kürzen und weitere Einnahmequellen zu erschließen, was gar nicht so einfach war. „Erstaunlich, was man alles bezahlen muss, woran man sonst gar nicht denkt“, wirft Saskia ein. „Es war ziemlich schwierig, erstmal einen Plan zu erstellen und dann auch noch Anträge an Sozialamt und Arbeitsagentur zur stellen“, ergänzt Lena. Birthe fasst das ganze zusammen: „Da sieht man mal, wie gut wir es haben.“ Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit den Fischern am afrikanischen Victoria-See, die trotz, oder gerade wegen der weltweiten Nachfrage nach Victoria-Barschen nicht aus ihrer Armutsspirale heraus können. Ebenso wurde darüber beraten, wie man das Thema Armut in Jugend- und Kindergruppen aufgreifen und darüber aufklären könnte. Die Aktion „Szenenwechsel“ griff noch einen anderen Aspekt auf. Hier wurden die zusätzlichen Defizite körperbehinderter Menschen thematisiert und am eigenen Leib erfahren. Mit Spezialbrillen für simulierte Sehschwäche, Kopfhörern für Hörschwäche und festgebundenen Gliedmaßen machten sich die Teilnehmenden auf, um Situationen des täglichen Lebens zu meistern. So mussten zum Beispiel Busfahrpläne gelesen und Radionachrichten gehört werden. Eine Theatergruppe erarbeitete ein zwanzigminütiges Stück rund um „Bauer Petershagen“ und sein wundersames Erlebnis, für ein paar Wochen in die Rolle des Vorsitzenden der ihn abzockenden Firma zu schlüpfen. Dies bildete den thematischen Abschluss des Samstags, an dem außerdem ein neuer Vorstand für den Ausrichter der Veranstaltung, den Sprengeljugendkonvent, gewählt wurde.

Bremerhaven 4.2.2009, Daniel Tietjen Beschluss Sprengeljugendkonvent Stade und Arbeitskreis Sprengeljugenddienste „Uns kotzt Armut an!“ als pdf

Landesfachkonferenz am 23.02.2009 im Sachsenhain

Hauptberufliche der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich der hannoverschen Landeskirche haben sich im Rahmen ihrer Jahrestagung (Landesfachkonferenz) mit der sozialen Lage, insbesondere in Niedersachsen und den damit verbundenen jugendpolitischen Herausforderungen für die Jugendarbeit und den Jugendverband Evangelische Jugend auseinander gesetzt. Neben der Bestandsaufnahme der aktuellen Situation kam auch ein Austausch von praktischen Umsetzungsbeispielen der konkreten Jugendarbeit vor Ort nicht zu kurz.


Daniel Tietjen, Vorstandsmitglied der Landesfachkonferenz, hatte zunächst einen medialen Einstieg in das Konferenzthema gegeben und für die mehr als 90 Teilnehmenden entsprechende Grundlagen in Wort und Bild geschaffen (Keynote PDF)

Der Sprecher der Landesarmutskonferenz und Mitarbeiter des Diakonischen Werkes Martin Fischer stellte in seinem Einführungsreferat unterschiedliche Definitionen von Armut (auch in Abgrenzung zur Reichtumsdiskussion) vor, nannte einige Praxisbeispiele aus der Einzelfallberatung, die sich mit konkreten Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen befassen, machte einen kurzen Einschub auf die aktuelle Regelsatzdiskussion und unterstrich, dass Kinderarmut immer auch Familienarmut ist. „Die Diskussion über Kinderarmut drängt die Armut bei Jugendlichen an den Rand. 1,2 Millionen Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren leben in der Bundesrepublik in Armut und sind auf staatliche Transferleistungen angewiesen. In Niedersachsen sind 200.000 Kinder bis 14 Jahre auf Hartz IV angewiesen.“ Martin Fischer nannte im Verlauf seines Referates weitere konkrete Zahlen und Zusammenfassungen aus dem Armuts- und Reichtumsbericht aus Niedersachsen und dem Bund (Schwerpunkt Kinder und Jugendliche), beschrieb Hilfeansätze der Diakonie und formulierte konkrete Herausforderungen und Hilfeansätze für Kirchengemeinden und Kirchenkreise in der Landeskirche. Zum Abschluss stellte er Hilfeangebote und Unterstützungen der Landeskirche Hannovers (Stichwort: „Zukunftsgestalten“ und weiter Maßnahmen zur Projektförderung) und gab eine Zusammenfassung der entsprechenden Synodenbeschlüsse.  


Der Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) Mike Corsa ging in seinem Vortrag insbesondere auf die sozioökonomische Lage - in Zuspitzung auf die Armutsentwicklung ein, zeigte Konsequenzen aus Armut auf  und beschrieb die entsprechende Bedeutung für die Kinder- und Jugendarbeit. Ihm ging es zunächst darum die Wahrnehmung der Realität zu schärfen. 13 % der deutschen Bevölkerung ist arm, 43 % der Erwerbslosen gelten als arm. Erschreckend sei der Umstand, dass „Kinder ein Armutsrisiko darstellen. Wer mehr Kinder bekommt ist gefährdeter arm zu werden.“ „Erlebte Armut erzeugt in der Regel wiederum Armut“, führte Mike Corsa weiter aus. Anschließend machte er deutlich, dass es aus seiner Sicht als Konsequenz eine stärkere Öffnung der Evangelischen Jugend für arme Jugendliche geben müsse. Davei müsse sich die Evangelische Jugend als „alltagstauglich“ erweisen und ihre Angebote öffnen. Dabei sollte eine stärkere Orientierung an Sozialräumen geschehen und die „Wahrnehmung anderer Realitäten“ stärker berücksichtigt werden (Keynote PDF), (Redemanuskript)

Im  weiteren Verlauf des Tages kam es zum Austausch über konkrete Projekte und Verabredungen zur Zusammenarbeit. In zehn Gruppen wurden  „Schätze gehoben“ – also eine Konkretisierung des Themas in verschiedenen Arbeitsfeldern vorgenommen.  

  1. Armut ist für Alle da! - Mitwirken ermöglichen
  2. Barrierefreier Freizeitspaß! - Teilnahme für Jede(n) ermöglichen
  3. Wer arm ist darf auch beten!
  4. und in der Schule?
  5. KU: Südtirol für die Reichen!  Das Gemeindehaus für die Armen!
  6. Für „Kopfläuse“ oder „auf Herz und Nieren“ Jugendbildung
  7. Geschlossene Gesellschaft! - offene Arbeit
  8. Du bist dabei! – Alle mischen mit! Teilhabe an Jugendverbandsarbeit
  9. Armut heißt es gibst nichts mehr! - sozialdiakonische Arbeit
  10. Nicht zu übersehen! - Arbeit mit Kindern

Ziel war es eine Übersichtsliste bestehender Aktivitäten zu erstellen, die dann über die aejn in der Themeninsel „Soziale Gerechtigkeit - Gesellschaft im Wandel“ im Rahmen des Prozesses neXT2020 des Landesjugendrings Niedersachsen eingebracht werden wird. Da sind die anwesenden Hauptberuflichen als Fachkräfte und Unterstützer der Jugendverbandsarbeit gefragt. Auch als „AgentInnen der Sozialräume“. In den Zusammenkünften der einzelnen Sprengel wurde der Frage nachgegangen:
Was können und wollen wir umsetzen?

  • auf Sprengelebene
  • im Kirchenkreis
  • in Kooperation mehrerer Kirchenkreise
  • in Kooperation mit Anderen (z.B. Jugendverbänden)

Dazu wurden erste Verabredungen getroffen, festgehalten wer beteiligt ist und sich auf eine Zeitschiene verständigt. Die „gehobenen Schätze“ begannen zu funkeln und gaben erste Hinweise auf eine Erweiterung des Arbeitsspektrums in der Evangelischen Jugend.

Runder Tisch am 20.04.2009 im Sachsenhain

neXT2020 Ergebnisse Runder Tisch im Kontext der aejn e. V. Themeninsel „Soziale Gerechtigkeit -Gesellschaft im Wandel“ 20.04.2009

  1. TOP 01: Begrüßung, Einstimmung in die Sitzung
  2. TOP 02: Aktueller Sachstand: „Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel“; Prozess Ljr, Ergebnisse Wiki
  3. TOP 03: Was ist inhaltlich bei den Mitgliedsverbänden passiert? Was wird demnächst passieren? (Aktuelle Übersicht zu Projekten und Aktionen)
  4. TOP 04: „Gegen den Trend 2010“ (Von wem sind wann welche Beiträge zu erwarten?
  5. TOP 05: Formen der gegenseitigen Unterstützung (nötig, gewünscht, möglich…)
  6. TOP 06: Abschlussveranstaltung 2010/Grundlagenpapier?
  7. TOP 07: Verschiedenes
  8. TOP 08: Folgetermin 11.11.09

Protokollstichpunkte als pdf: soziale_gerechtigkeit_16.04.09_.pdf


Projekte

Die hier aufgeführten Projekte und Aktionen der einzelnen Mitgliedsverbände der AEJN e.V. befinden sich in der Umsetzung oder sind bereits abgeschlossen.

Leib und Seele | Landesjugendkammer in der Ev. Jugend Schaumburg-Lippe

Die Landesjugendkammer der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe hat sich im vergangenen September in einer Partnerschaft mit der Haupt- und Realschule Helpsen (Kreis Schaumburg) dazu verpflichtet, bedürftigen Kindern die Essensmarken für die Schulspeisung zu sponsern. Für Kinder aus einkommensschwachen Familien, die so die Möglichkeit zu einer warmen Mahlzeit bekommen, die sie sonst oft entbehren müssen, beteiligt sich das Land Niedersachsen an den Kosten – allerdings nur, wenn der Restbetrag von anderer Stelle gegen finanziert wird. Diese Aufgabe übernimmt die Landesjugendkammer seit den Herbstferien 2008 zunächst bis zum Ende des Schuljahres im Sommer 2009.

Hintergrund des Projektes:

Der im Herbst 2006 in Hannover veranstaltete Jugendsozialgipfel der AEJN e.V. hat die Delegierten der Jugendkammer auf die Problematik der Kinder- und Jugendarmut aufmerksam gemacht. Seither wird in einen Ausschuss das Thema Armut in seinen biblisch-theologischen und konkreten Erfordernissen für bedürftige Jugendliche im Landkreis Schuaumburg aufgearbeitet. Den Kindern & Jugendlichen ein gemeinsames Mittagessen in der Cafeteria der Schule zu finanzieren, dient nicht nur der Gesunderhaltung, sondern ist auch ein kultureller Prozess.

Probleme bei der Verwirklichung & Umsetzung:

Für lange Zeit ungelößt blieb die Frage wie an die Jugendlichen heran zu kommen ist, ohne sie dabei bloß zu stellen. Gelöst wurde das Problem, indem die Schule die Eltern aller betroffenen Kinder persönlich angeschrieben und über die Möglichkeit eines kostenlosen Mittagessens informiert hat. In der Schlange vor der Essensausgabe stehen alle Schüler gemeinsam, wodurch niemand wissen muss, wie der andere an seine Essensmarke gekommen ist.

Finanzierung:

Die finanziellen Mittel für die Aktion hat die Landesjugendkammer zunächst aus ihrem eigenen begrenzten Etat bezogen. Zwischenzeitlich konnte jedoch die Landeskirche als stärkster Partner gewonnen werden. Das Projekt wird zur Zeit fast ausschließlich aus Mitteln der Landeskirche finanziert. Allerdings soll die Schule nach den Sommerferien 2009 zur IGS ausgebaut werden, woduch zur Finanzierung von Mittagessen Kosten in bislang unbekanter Höhe entstehen. Hierfür müssen weitere Spender gefunden werden.

Weitere Entwicklung:

Zur Zeit wird an der Erstellung von Informationamaterialien gearbeitet um auch andere Helfer mit ins Boot holen zu können. Dies soll eine langfristige Förderung des Projektes, sowie eine Ausweiterung auf andere Schulen ermöglichen.

Armut endet mit 6?! | aejn Geschäftsstelle

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Armut in Verbindung mit Kindern eher im Blick als Familienarmut oder Armut bei Jugendlichen. Aktionen für arme Kinder zu Schulbeginn sind nötig, für die Betroffenen sicherlich auch hilfreich, vernachlässigen allerdings in der Regel die besonderen Problemlagen der heranwachsenden Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die nicht nur während der Pubertät in besonderer Weise an Ausgrenzungen aufgrund der finanziellen Notlage leiden. Armut endet nicht mit 6 Jahren. Jugendliche fühlen sich in durchgängiger Beobachtung und Einordnung von Gleichaltrigen unter dem Stichwort: „Wer kann sich was leisten und dies auch zeigen?“ Die Diskussion über Kinderarmut drängt die Armut bei Jugendlichen an den Rand. 1,2 Millionen Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren leben in der Bundesrepublik in Armut und erhalten staatliche Transferleistungen. In Niedersachsen sind 200.000 Kinder bis 14 Jahre auf Hartz IV angewiesen. Kosten entstehen nicht nur im Schulalltag (Bildung kostet! Klassenfahrten haben einen Eigenbeitrag. Verbrauchsmaterialien und Schulbücher stellen einen kontinuierlichen Kostenfaktor dar.), sondern auch im Freizeitbereich wo Teilhabe auch durch finanzielle Möglichkeiten stattfinden kann oder unmöglich wird.

Die Armutsentwicklung mit ihren Konsequenzen hat entsprechende Bedeutung für die Kinder- und Jugendarbeit. Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht es zunächst darum die Wahrnehmung der Realität zu schärfen. 13 % der deutschen Bevölkerung ist arm, 43 % der Erwerbslosen gelten als arm. Erschreckend ist der Umstand, dass „Kinder ein Armutsrisiko darstellen. Wer mehr Kinder bekommt ist gefährdeter arm zu werden.“ „Erlebte Armut erzeugt in der Regel wiederum Armut“, erläutert der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen (aejn) Michael Peters. Aus seiner Sicht müsse es als Konsequenz eine stärkere Öffnung der Evangelischen Jugend für arme Jugendliche geben. Dabei müsse sich die Evangelische Jugend als „alltagstauglich“ erweisen und ihre Angebote öffnen. Dabei sollte eine stärkere Orientierung an Sozialräumen geschehen und die „Wahrnehmung anderer Realitäten“ stärker berücksichtigt werden.


Zur weiteren inhaltlichen Auseinandersetzung ist es sinnvoll zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen, um Daten und Fakten zur Armutssituation JUGENDLICHER zu erhalten. Im Rahmen der Kampagne „neXT2020“ des Landesjugendringes Niedersachsen bearbeitet die aejn die Themeninsel „Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel“ und hat zwischenzeitlich bei den Mitgliedsverbänden eine Sensibilisierung des Themas Armut mit dem Ziel erreichen können eigene Veranstaltungen und Vorhaben im Rahmen der Jugendverbandsarbeit zu starten. Im Internet ist im wiki der Homepage „neXT2020“ einiges an geplanten und durchgeführten Projekten nachzulesen. An dieser Stelle soll eine Plattform des inhaltlichen Austausches entstehen, bei der Informationen eingestellt und abgerufen werden können.


Vorschläge:

a.) Vergleich von Jugendlichen: „Normalfalljugendliche“ mit „armen Jugendlichen“ in Bezug auf ihre Lebenslage (gleiches Alter, Beschreibungen und Mängel in Bezug auf ihr aktuelles Leben, die Freizeit, die Schule unter Berücksichtigung der Förderung oder Verhinderung ihres Selbstwertgefühls und ihrer Anerkennung) als eine Form der Datensammlung.

Methoden:

Interviews, Textdarstellung, Tagebuch, Blog, Recherche im Internet etc.

Darstellungsformen:

Zahlen zur Situation von Jugendlichen, Datenlage zu: Armut bei Jugendliche, Personen Profile
			

Die Ergebnisse werden ausgewertet und zu zentralen Thesen verdichtet.

b.) Der Umgang mit Geld ist ein lebenslanges Lernthema, gerade auch dann wenn das Einkommen gering ist und die Ausgaben gut überlegt sein müssen, um nicht in die Schuldenfalle zu tappen.

Methoden:

		Jugendfinanzcoaching, Schulkostentagebuch, Einnahme-Ausgabekonto

c.) Da viele Jugendliche, die aus armen Verhältnissen stammen, in der Regel ihre Situation nicht öffentlich thematisieren, ist zu prüfen inwieweit innerhalb des Internets eine „Armen community“ für Jugendliche eingerichtet werden kann. In ihr sollen Hilfestellungen vermittelt, Informationen (z.B. bei „Handyverschuldung“) gegeben und Angebote bekannt gemacht werden.

Methoden:

		Gruppeninstallation bei SchülerVZ, MeinVZ, StudiVZ, Netzwerke in Schulen, Geschichten hinter der „Schattenwand“ erzählen, Fotoaktion (analog „ZOOM“), Videofilm, podcast, „Armutslied“, Unterstützerliste

Hannover, den 08.05.2009 (Arbeitsergebnis ist zu erheblichen Teilen im Rahmen einer einstündigen session der 2. NETPARTY am 24.04.2009 entstanden. Schaust Du mal hier: http://netparty.mixxt.de/networks/wiki/index.Dokumentation

Manfred Neubauer

„Armut endet mit 6!?“ als [[pdf]]


"Aktion Schulranzen" | ejo

Die Sommerferien stehen vor der Türe. Für viele Schüler und Schülerinnen sowie Eltern ein Grund zu Freude. Für andere Eltern und ihre Kinder aber auch ein Moment der Bedenken und Fragen über den Beginn des nächsten Schuljahres– insbesondere wenn eines ihrer Kinder eingeschult wird. Dann stellen sich beispielsweise Fragen wie „Was kommt auf das Kind zu? Was wird sich im Alltag verändern? Wie werden diese Veränderungen aufgenommen werden?“ Aber neben solchen möglichen Herausforderungen und Ängsten kommt es nicht selten vor, dass finanzielle Dinge eine große Rolle spielen. Denn neben der vielerorts obligatorischen Schultüte stellen vor allem ein stylischer Schulranzen, Federmappe, Brotdose usw. für viele Familien eine große finanzielle Herausforderung dar. Im Rahmen des Jahresthemas „Ene Mene Muh… und wo bleibst du?“ befasst sich die ejo intensiv seit einigen Monaten mit dem Thema „Armut von Kindern und Jugendlichen“. Die Idee, gefüllte Schulranzen an Kinder aus benachteiligten Familien kostenfrei abzugeben, entstand dabei schon früh. Doch war lange unklar, wie ein solches Projekt finanziell umzusetzen sei.(ejo gegen Armut bei Kindern und Jugendlichen) Dank der Unterstützung des kaufmännischen Vereins „Gesellschaft Union“, der auf seinem 57. Gildeabend 15.000 € unter den 450 Gästen einwerben konnte, kann dieses Projekt nun zumindest teilweise in die Tat umgesetzt werden. Am 04 Juni 2009 wurden 180 Schulranzen von Ehren- und Hauptamtlichen ge- und bepackt, die derzeit in alle 6 Kirchenkreise der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg verteilt werden, damit sie von dort an ausgewählte Familien weitergegeben werden können. Neben dem obligatorischen Schulranzeset aus Schultasche, Sporttasche, Federetui konnten die Schultaschen zudem mit einer Brotdose, Trinkflasche, Tuschkasten, Buntstifte, Sicherheitsweste und einer kleiner Kinderbibel ausgestattet werden.

Bereits im Februar wurde das Geld von Vorstandsmitgliedern des Vereins an Bischof Jan Janssen, Landesjugendpfarrer Karsten Peuster (4. Bild - ganz links) und der ehrenamtlichen Tina Henkensiefken (3. Bild - zweite von rechts) aus der AG Armut der Ev. Jugend Oldenburg (ejo) übergeben. Die Summe sollte für diese Schulranzenaktion verwendet werden, damit im Rahmen des Themenjahres die Armut von Kindern und Jugendlichen stärker in den Fokus rückt und man gleichzeitig aktiv etwas „Handfestes“ und aus Sicht von Kindern und Jugendlichen Wichtiges in der Region verändern kann. Im Rahmen dieser Aktion ergeben sich auch Kooperationen der ejo mit der Diakonie und den Kindertagesstätten in der Region.

Ehren- und Hauptamtliche der ejo packen die Schulränzen am 04.06.2009:

20.06.2009 Benjamin Börchers


„Jugendkonferenz der Evangelisch-Reformierten Jugend“ | Bovenden, den 6. Juni 2009

Integration von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Jugendverbandsarbeit

Anhand folgender Gliederung wurde diese Thematik bearbeitet:

1. WAS? (– Was wird eigentlich konkret unter „schwierige Jugendliche“ verstanden?)

2. WO? (– An welchen Orten ist die Thematik präsent?)

3. WARUM… (– Warum habe ich so wenig mit diesen Klientel zu tun? Wie fühle ich mich, wenn ich mich dieser Thematik nähere?)

4. IMPULS DER JUGENDSCOUTS

5. PERSPEKTIVEN! (– Was kann in der Gemeinde, in der ich mich engagiert, konkret gemacht werden, damit dieses Klientel einen gemeindlichen Platz findet?)

Während der Jugendkonferenz der Evangelisch-reformierten Kirche, die am 06 Juni 2009 stattfand, haben sich drei Arbeitsgruppen mit dem Thema auseinandergesetzt.

1. WAS?

Im ersten Schritt wurde im Plenum der Frage nachgegangen, was grundsätzlich unter dem Synonym „schwierige Jugendliche“ verstanden wird? Im Kontext dieser Thematik wird hierbei nicht von störenden und anstrengenden Konfirmanden, bzw. junge Gemeindemitgliedern gesprochen, sondern von Jugendlichen, die sich am Rand der Gesellschaft befinden, von Jugendlichen, deren gesellschaftliche Integration bislang scheinbar erfolglos war. Der Gedanke des Kirchenpräsidenten Jan Schmidt: „Wir müssen das Augenmerk mehr auf die Verarmung Jugendlicher legen!“ diente als Ermutigung, um einmal konkret zu gucken in welchen Stadtteilen sich solche Jugendlichen aufhalten.

2. WO?

Bei folgenden Stadt -, bzw. Dorfplänen wurde konkret geschaut, wo sich diese Jugendlichen aufhalten, wo sie „abhängen“: Leer, Gildehaus, Hamburg, Bayreuth, Hann. Münden, Bovenden, Göttingen, Hildesheim, Sande, Rinteln, Melbeck, Weener, Pappenheim (Synonym für einen Phantasieort). Bei jeder Örtlichkeit wurden die Stellen mit Fähnchen markiert, die dafür bekannt sind, dass sich hier Jugendliche aufhalten.  Fazit: Im Umkreis eines jeden Dorfes, einer jeden Stadt befinden sich „solche“ Jugendliche!

3. WARUM…

Diese Frage wurde in drei Arbeitsgruppen 15 Minuten lang diskutiert, wobei die Leitung jeweils in den Händen eines involvierten hauptamtlichen Mitarbeiters lag (Liane Körte, Hajo de Vries → Jugendscouts in Leer & Olaf Hennings → Jugendreferent des Synodalverbandes südliches Ostfriesland). Die Gruppenarbeitsphase brachte, visualisiert auf Kärtchen, folgende Ergebnisse hervor:

Zusammenfassend kann demnach behauptet werden, dass

  • die gesellschaftliche Bürgerlichkeit nach dem Empfinden der Jugendlichen keinen Platz für ihre Lebenswelt bietet.
  • die Kirche viele Angebote hat, aber nur wenig Möglichkeit besteht, dass „solche“ Jugendlichen an der Entwicklung dieser partizipieren können.
  • eine große soziale Armut in Deutschland besteht.

4. IMPULS DER JUGENDSCOUTS

Nach den Erfahrungen der Jugendscouts (Hajo & Liane), die tagtäglich mit solch einem Klientel zu tun haben, findet das Verständnis einer kirchlichen KOMM-Mentalität kein Gehör bei den Jugendlichen. Dieses Verständnis muss durch eine GEH-Mentalität abgelöst werden, in der in die Lebenswelt der Jugendlichen eingetreten wird, um sie so bedürfnisorientiert und ganzheitlich zu erreichen. Diese Berufspraxis der Jugendscouts fokussiert sich dabei an der schrittweisen Überwindung von Hemmschwellen und (un-)bewusste Aversionen der Jugendlichen gegenüber sozialer und kirchlicher Angebote.

Im Kontext der Erfahrungsbeschreibung der Jugendscouts wurde ein Ungleichgewicht von GEBEN UND NEHMEN festgestellt. „Wir als Kirche bieten viele Angebote an und GEBEN demnach viel von uns. Die Jugendlichen hingegen NEHMEN viel, doch eben nicht unsere Angebote an.“ Nach dem Verständnis der beiden Referenten liegt ein Grund darin, dass es versäumt wird auf Augenhöhe mit den Jugendlichen zu arbeiten. Augenhöhe wird dann erreicht, wenn ein Gleichgewicht zwischen GEBEN UND NEHMEN auf BEIDEN Seiten gebildet wird. Hier greift erneut der Aspekt der Partizipation der Jugendlichen an der Konzipierung kirchlicher Angebote.

Auf die abschließende Frage, warum sie sich in solch eine Arbeit investieren, wurden folgende Motive benannt:

  • Interesse an Jugendlichen
  • Persönliche Herausforderung
  • Von Jugendlichen einen Perspektivwechsel erlernen

Solch eine veränderte Blickrichtung bezieht sich nach den Angaben der Jugendscouts vor allem auf die Gesellschaft, das Verständnis von gelebten Beziehungen und dem Umgang mit Essen.

  • etc.

Fazit: „Herkömmliche“ Angebote der Kirche stoßen auf wenig positive Resonanz bei „diesen“ Jugendlichen.

5. PERSPEKTIVEN!

Die konkrete Perspektivenentwicklung wurde in den schon benannten drei Arbeitsgruppen erarbeitet. Hierfür dienten drei Beispielsituationen, die für die praxisnahe Arbeit signifikant sind:

  • Ideenbörse Schule
  • Ideenbörse Bushaltestelle
  • Ideenbörse Jugendkonferenz

Zu jedem dieser Bereiche wurde eine Problemsituation beschrieben, die nicht konzeptionell gelöst werden sollte. In Form einer Ideenbörse wurden unterschiedlichste Perspektiven erarbeitet, die eine dementsprechende Spannbreite von verschiedensten Kontextsituationen abdecken kann. Es wurde konkret folgende Frage erörtert: „Was können wir als reformierte Jugend tun, um 'solche' Jugendliche zu erreichen?“

  • Ideenböre Schule

  • Ideenbörse Bushaltestelle

  • Ideenbörse Jugendkonferenz

Dieser Fundus von Ideen macht deutlich, dass es auf die beispielhaften sozialen Problemlagen unterschiedliche Lösungswege gibt. Es ist wichtig, dass konkret Vorort geguckt wird welche Optionen zur Veränderung möglich sind. Aus diesem Grund lag der Fokus dieser Erarbeitung nicht bei der Entwicklung eines speziellen Konzeptes, welches „lediglich“ auf eine spezielle Situation anwendbar ist, sondern es wurde versucht einen Fundus aufzuzeigen, der im Kontext vieler unterschiedlicher Situationen anwendbar ist.

Abschließende wurde den Teilnehmern der Jugendkonferenz folgende Fragen mit in die Gemeinden gegeben:

  1. „Wo finde ich 8 Personen in meiner Gemeinde, die für solche eine Spinnrunde zu haben sind?“
  2. „Welche dieser guten Ergebnisse sind bei uns in der Gemeinde anwendbar?“

Leer, den 13.07.2009 Hendrik Rubien

„Leben auf Sparflamme“ – Eine Handreichung für einen Jugendliteraturgottesdienst zur Armut bei Kindern und Jugendlichen | ejo

Im Rahmen des Aktionsjahres „ene mene muh… und wo bleibst Du?“ hat die Ev. Jugend Oldenburg (ejo) gemeinsam mit der Bücherarbeit der Ev.-Luth. Kirche eine Handreichung für einen Jugendliteraturgottesdienst zum Thema Armut entworfen und veröffentlicht. Ausgehend von dem Jugendbuch „Leben auf Sparflamme“ von der Autorin Christine Biernath enthält die Handreichung einen kompletten Vorschlag für einen literarisch orientierten Jugendgottesdienst.

Das zugrunde gelegte Buch beschreibt das Leben eines jugendlichen Mädchens, dessen Familie aufgrund der unerwarteten Arbeitslosigkeit des Vaters allmählich in die Armut gleitet. Die Familie droht an den finanziellen Schwierigkeiten zu zerbrechen. Ein Schicksal das viele Kinder und Jugendliche in Deutschland erleben. „Das Buch hat uns sofort in seinen Bann gezogen, denn das Schicksal der Hauptperson Jessica kann in der heutigen Zeit plötzlich und unerwartet jeden treffen,“ so zwei ehrenamtliche Jugendliche, die an der Ausarbeitung des Gottesdienstentwurfes mitgearbeitet haben.

Im Entwurf des Jugendgottesdienstes wird über Schlüsselszenen die Rahmenhandlung des Romans mit Hilfe von Standbildern an die Gottesdienstbesucher vermittelt. Darüber hinaus enthält die Handreichung auch Ideen für Predigtteile, Gebete, Lieder und Segenswünsche. Gegen einen Kostenbeitrag in Höhe von 1,50€ ist sie im Landesjugendpfarramt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zu beziehen (eMail an: landesjugendpfarramt@ejomail.de).

20.06.2009 Michaela Truß-Bornemann

sparflamme.jpg

so sieht die Arbeitshilfe aus - zum genaueren Betrachten, bitte auf das Bild klicken!


Der Arbeitslosengeld II Regelsatz wird zum ersten Juli 2009 leicht angehoben



Der Arbeitslosengeld II (ALG II)- Regelsatz wird zum ersten Juli 2009 im Zuge der Rentenanpassung leicht angehoben. Damit verändern sich auch leicht die einzelnen Beträge, auf die Sie beim ALG II Anspruch haben. Je nachdem in welcher Lebenssituation Sie sich befinden, gelten die angegebenen Hartz IV-Beträge. Zudem ändern sich auch die Beträge für den Mehrbedarf, sofern Sie darauf einen Anspruch haben.



-Regelleistungen-



  • Alleinstehender ALG II Berechtigter (Eckregelsatz)
 359 Euro Regelsatz 100 %, § 20 Abs. 2 SGB II
  • Zusammen lebend oder verheiratet mit Partner innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft
 323 Euro für volljährige Partner 90 % § 20 Abs. 3 SGB II
  • Kinderregelsatz von 0 bis 5 Jahre
 215 Euro, 28 Abs. 1 Nr. 1 SGB II


  • Regelsatz für Kinder von 6 bis 13 Jahre
 251 Euro, 70 %, § 74 SGB II


  • Regelsatz für unter 25-Jährige im Haushalt der Eltern und Regelsatz ohne Zustimmung ausgezogen (U25 Regelung) 
287 Euro, § 20 Abs. 2 S. 2 SGB II / § 20, 80 % Abs. 2a SGB II




-Mehrbedarfe-

  • Mehrbedarf für Schwangere Mütter ab Beginn der 13. Woche Schwangerschaftswoche
 61 Euro bei 17 Prozent, § 21 Abs. 2 SGB II
 (Anmerk. Entsprechend der maßgeblichen ALG II-Regelleistung, hier Eckregelsatz von 100 Prozent)
  • Mehrbedarf für Alleinerziehende mit einem Kind unter 7 Jahren bzw. 2 u. 3 Kindern unter 16 Jahren
 129 Euro, 36 Prozent, § 21 Abs. 3 Nr.1 SGB II
  • Mehrbedarf für Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern
 43 Euro pro Kind 12 % max. 60 %, § 21 Abs. 3 Nr.2 SGB II


  • Mehrbedarf für erwerbsunfähige Sozialgeldbezieher mit Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen G
 61 Euro, 17 Prozent, § 28 Abs. 1 Nr. 4 SGB II
  • Mehrbedarf für erwerbsfähige Behinderte, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gem. § 33 SGB IX erhalten
 126 Euro, 35 %, § 21 Abs. 4 SGB II
  • Mehrbedarf für kostenaufwendige Ernährung
Zwischen 25,56 und 61,36 Euro, § 21 Abs. 5 SGB II

aejn-Geschäftsstelle, 23.06.09

Kinder und U25 im SGB II Stand: 26.06.2009

Einleitung

Dieser Text der ASG Hannover - (Arbeits- und Sozialberatungs- Gesellschaft e.V.) hier: Beratungsstelle für Arbeitslose - beinhaltet einige Sonderregelungen für Kinder und unter 25jährige Hilfebedürftige (im Folgenden „U25“ genannt). Die genauen Regelungen finden sich in den angegebenen Gesetzesgrundlagen.

Seit der Einführung des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) zum 01.01.2005 wurde das Gesetz mehrfach geändert. Mit diesen Änderungen wurden politisch gewollte Korrekturen eingearbeitet und es wurde versucht Lücken, die übersehen wurden, zu schließen und Ungleichbehandlungen auszuschließen. Aufgrund der Rechtsprechung vom Bundessozialgericht und vom Verfassungsgericht wurden weitere Änderungen notwendig. Diese Korrekturvorgaben aus der Rechtsprechung dauern weiter an, da viele Themen noch nicht abschließend entschieden sind. Hier gehört aktuell auch die anhängige Überprüfung der Kinderregelsätze durch das Verfassungsgericht.

Eine Gewähr für die Richtigkeit wird nicht übernommen. Hier der Text als pdf

Aktiv für mehr soziale Gerechtigkeit!

Projekte der Evangelischen Jugend der Ev.-luth. Landeskirche Hannover


Hier findet sich eine erste Sammlung von Aktivitäten, Projekten und Aktionen aus der Ev. Jugend, aus Kirchenkreisen und Kirchengemeinden, die sich schon sehr lange, seit einiger Zeit oder seit kurzem an Kinder und Jugendliche richten und ihnen Möglichkeiten und Räume eröffnen am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Eine Kurzbeschreibung und Informationen über Träger, Ansprechpersonen, Emailkontakt und Fördermöglichkeiten soll motivieren ähnliche Projekte zu iniitieren, kreativ für mehr soziale Gerechtigkeit zu werden. Die Kontaktaufnahme mit den Projekten ist ausdrücklich erwünscht.

Petra Pieper-Rudkowski, Landesjugendpfarramt Hannover, tel 0511-1241568 Email: Pieper-Rudkowski@kirchliche-dienste.de

SACHVERSTÄNDIGENRAT

Armut macht Kinder krank

Deutschland besitzt eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Wer krank wird, bekommt Hilfe. Die Höhe des Einkommens spielt dabei keine Rolle. Oder etwa doch? Dass aber fehlendes Geld erst krank manchen kann, hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen der Politik jetzt ins Stammbuch geschrieben. In einem von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in Auftrag gegebenen und am Dienstag an die Ministerin überreichten Sondergutachten über die „Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens“ kommen die sieben Professorinnen und Professoren zu alarmierenden Ergebnissen: Ein Fünftel, rund 140.000 der jährlich in Deutschland geborenen Kinder, wächst in armen Elternhäusern auf, was die Kinder besonders anfällig für Gesundheitsschäden macht.

„Die Senkung der Kinderarmut“, schreiben die Gesundheitsexperten in ihr Gutachten, „sowie Investitionen in möglichst frühe Bildungsangebote nehmen deshalb gesundheitspolitisch höchste Priorität ein.“ Gesundheits- und Entwicklungsdefizite würden vorwiegend durch Kinderarmut ausgelöst. Es war die spezielle Aufgabe der Gutachter, die besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Generationen unter die Lupe zu nehmen. Wie bei der jungen Generation sehen die Sachverständigen mindestens so großen Handlungsbedarf auch bei der älteren Generation. Es ist nicht der Geldmangel, der in dieser Gruppe hervorsticht. Es sind die Mehrfacherkrankungen, die mit zunehmendem Alter stark bis hin zur Pflegebedürftigkeit zunehmen. Dagegen sei die Gesellschaft bislang nur unzureichend gerüstet.

Das Gutachten des Sachverständigenrats in der Kurzfassung (PDF-Datei)

Auswertung der Befragung der Arbeitsgruppe „Kindern Mut machen – gegen Kinderarmut“ auf der Ebene Stadt Hannover

Aufgelistete Orte:

Paulus KGM*Dietrich Bonhoeffer KGM Roderbruch*Kindertagesstätte St. Petri Döhren*Teeny-Café ESD*Markus KGM*ESJD*Ev. Kindertreff Kids Club Vinnhorst ESJD*KGM St. Martin Seelze*KGM Horst* Ev. Treffpunkt Karlotto ESJD*KGM Epiphanias Sahlkamp*Jugendzentrum Kleefeld ESJD*JuKiMob Jugend- u. Kindermobil VCP Bezirk Hannover*Kinder und Jugendtreff Bärenhöhle Kiefernpfad VCP Bezirk Hannover*MAJA mobile aufsuchende Jugendarbeit Badenstedt VCP Bezirk Hannover*

Die Übersicht enthält folgende Stichpunkte:

Zielgruppe Angebotsart Betreuungszeiten Teilnehmende nach Anzahl Altersstruktur Essen wird gestellt Hausaufgabenhilfe Zeiten Hausaufgabenhilfe Teilnehmer Besucher in der Woche Gesundheitsprävention Angebote Umfang Mitarbeitende HA Stundenumfang Qualifikation

und kann hier als word-datei runtergeladen werden.

aejn Geschäftsstelle, 12.08.2009

3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung basiert auf dem Leitgedanken, dass eine detaillierte Analyse der sozialen Lage die notwendige Basis für eine Politik zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit und zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe ist. Am 19. Oktober 2001 hatte der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung beschlossen und die Bundesregierung aufgefordert, jeweils zur Mitte einer Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. Dem kommt die Bundesregierung mit der Vorlage des Berichts „Lebenslagen in Deutschland - Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung“ nun zum dritten Mal nach.

Der Bericht bietet eine Analyse der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland seit 2003 und je nach Datenlage sogar der vergangenen zehn Jahre. Der vorliegende Bericht gliedert sich in die zusammenfassende Kurzfassung (Teil A), die Einleitung, in der die Konzeption des Berichts dargelegt wird (Teil B), den Analyseteil „Entwicklungen und Her ausforderungen“ (Teil C) und die von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen zur Be kämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (Teil D). In der Analyse werden zunächst die Entwicklungen von Einkommen und Vermögen untersucht und die Instrumente der Mindestsi cherung beschrieben. Daran schließen sich die Darstellungen einzelner Lebenslagen (Bil dung, Erwerbstätigkeit, Familie, Gesundheit, Wohnen) sowie die Analyse der Lebenslagen besonders betroffener Personengruppen (Personen mit Mirgationshintergrund, Behinderte und Menschen in besonders schwieri gen Lebenslagen, z. B. Wohnungslose) an.

Der Bericht führt den Ansatz des 2. Armuts- und Reichtumsberichts fort, der sich über die beobachtbaren Unterschiede der Lebenslagen hin aus an dem Konzept der Teilhabe- und Verwirklichungschancen des Nobelpreisträgers Amartya Sen orientierte. Der Bericht fragt auch danach, inwiefern diese Unterschiede auf ungleiche Chancen zurückzuführen sind und welche Faktoren die unterschiedliche Wahr nehmung eröffneter Chancen beeinflussen. In diesem Sinne ist Armut gleichbedeutend mit einem Mangel an Verwirklichungschancen, Reichtum mit einem sehr hohen Maß an Verwirk­lichungschancen.

Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung kann hier als pdf runtergeladen werden (1.6 MB)

aejn Geschäftsstelle, 18.08.2009

Armut endet mit 6?!

Schulkostentagebuch - online oder auf Papier dokumentieren

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Armut als Thema im Blick auf Familien oder Kinder aktuell. Dabei werden die besonderen Problemlagen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen übersehen, die auch in besonderer Weise an Ausgrenzungen aufgrund finanzieller Notlagen leiden. Armut endet nicht mit sechs Jahren, sondern gerade auch für Jugendliche ist es ein Problem unter dem Stichwort: „Wer kann sich was leisten und dies auch zeigen?“ Die Diskussion über Kinderarmut drängt die Armut bei Jugendlichen an den Rand. 1,2 Millionen Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren leben in der Bundesrepublik in Armut und erhalten staatliche Transferleistungen. In Niedersachsen sind 200.000 Kinder bis 14 Jahre auf Hartz IV angewiesen. Kosten entstehen nicht nur im Schulalltag (Bildung kostet! Klassenfahrten haben einen Eigenbeitrag. Verbrauchsmaterialien und Schulbücher stellen einen kontinuierlichen Kostenfaktor dar.), sondern auch im Freizeitbereich wo Teilhabe auch durch finanzielle Möglichkeiten stattfinden kann oder unmöglich wird.

Die Armutsentwicklung mit ihren Konsequenzen hat entsprechende Bedeutung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Dabei geht es zunächst darum die Wahrnehmung der Realität zu schärfen.

Die Evangelische Jugend im Sprengel Osnabrück sucht deshalb Jugendliche, die im Schuljahr 2009/2010 zur Schule gehen (oder Eltern von schulpflichtigen Kindern) und ein Schulkostentagebuch führen.

Wer sich anmeldet, erhält ein Tagebuch oder einen online-Zugang, in dem alle Ausgaben eingetragen werden, die mit der Schule zusammen hängen – vom Radiergummi über den Taschenrechner bis zur Klassenfahrt. 

Bei Interesse schreibt bitte eine Mail an: anke.meckfessel@kirchenkreis-georgsmarienhuette.de

aejn Geschäftsstelle, 31.08.2009

Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums zu Kinderarmut

im folgenden als pdf die BJK-Stellungnahme zur  Kinderarmut, die nicht viel Neues aber dafür vieles Richtige sagt.

Interessant ist, weil man davon ausgehen kann, dass das BJK nach Besetzung, Hintergrund und Verankerung am zuständigen Ministerium den größten denkbaren fachlichen Konsens formulieren wird. Dem entsprechend ist vor allem der Unterschied der aktuellen politischen Situation und den Empfehlungen des Kuratoriums interessant.

hier die pdf zum Herunterladen.

aejn Geschäftsstelle, 01.09.2009

neXT2020 Meilenstein 1,5 am 25.9.2009

Fragebogen zur Vorbereitung des Meilensteins

1.) Wie kommuniziert Ihr derzeit intern mit den Beteiligten der Themeninsel und wie sieht die Kommunikation nach außen aus? Soll sich daran in Zukunft etwas ändern?

Wir haben ca. drei mal im Jahr einen „runden Tisch soziale Gerechtigkeit“, bei dem ein inhaltlicher Austausch erfolgt, Absprachen getroffen und Verabredungen erzielt werden. Die einzelnen Mitgliedsverbände der aejn e.V. bearbeiten das Thema autonom und auch in ihrer Darstellung sehr unterschiedlich. Siehe auch: http://www.enemenemuh.ejo.de/index-ueberblick.php?page=1 Darüber hinaus versuchen wir im WIKI neXT2020 „Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel“ regelmäßige über ausgewählte Aktionen zu berichten oder auch Positionspapiere einzustellen, um einen Einblick in die jeweilige aktuelle Arbeit zu geben. Eine gezielte Kommunikation nach außen passiert z.Z. nicht geplant, da aber das Thema gesellschaftlich und kirchlich in den unterschiedlichsten Bezügen thematisiert wird, kommt es zwangsläufig dazu, dass unser Diskussionsstand bzw. unsere Überlegungen eingetragen werden. Unsere Form der Kommunikationsform nach außen wird Gegenstand der Beratungen im Herbst beim „runden Tisch “ sein.

2.) Wie wollt ihr euren Arbeitsprozess zur Bestandsaufnahme und Entwicklung eures Zukunftsszenarios bis zum 2.Meilenstein am 01.02.2010 gestalten und welche Highlights sind im Gesamtprozess geplant?

Da es unterschiedliche und z.T. parallel verlaufende Arbeitsprozesse gibt, gibt es nur bedingt zeitlich kongruente Prozessverläufe. Momentan wird z.B. ein Grundlagenpapier entwickelt, das zum einen theologischen Basisbezug hat und zwischen den Positionen „bedingungsloses Grundeinkommen“ und „sozial gerechtere Gesellschaft“ versucht klare Aussagen zu treffen. Darüber hinaus wird z.Z. an der Erstellung der Arbeitshilfe „Gegen den Trend“ gearbeitet, die in der 3. Januarwoche erscheinen soll und einerseits aktuelle Diskussionsstände abbilden, Perspektiven und Diskussionspunkte aufzeigen und praktische Beispiele (von: wie kann das Thema inhaltlich angegangen und mit Praxisbeispielen umgesetzt werden) darstellen wird. Weiterhin wird momentan bei den Jugendvertretungen der Mitgliedsverbände abgefragt ob Ende Oktober auf dem Hessenkopf eine gemeinsame Abschlussveranstaltung realisiert werden kann.

3.) Wie werden Jugendliche direkt in die Projekte der Themeninsel einbezogen

‐ innerhalb der Verbände?

Da das Thema in vielen Mitgliedsverbänden der aejn e.V. ein durch die Jugendvertretungen beschlossenes Schwerpunktthema ist, ist es zur Sache der Jugendlichen geworden und die Hauptberuflichen haben die Aufgabe hier unterstützend und zuarbeitend zuständig zu sein. Darüber hinaus ist es ihre Aufgabe mit dafür Sorge zu tragen, dass beschlossene Projekte organisiert, finanziert und realisiert werden.

‐ außerhalb der Verbände? Die unterschiedlichen Projekte richten sich direkt an die „EndverbraucherInnen“, z.B. gibt es für die Stadt Hannover eine Übersicht (die auch in der Arbeitshilfe veröffentlicht werden wird) aus der ersichtlich ist in welchen Bereichen und mit welchen Angeboten die evangelischen Jugendverbände aktiv sind.

4.) Welche Vorhaben könntet ihr gegebenenfalls durch eine Förderung über das Programm „Generation 2.0” (z.B. MAKRO‐Projekt) umsetzen?

Dies wird sich zeigen und bedarf der weiteren internen Diskussion in der aejn-Delegiertenversammlung bzw. beim „runden Tisch“. Denkbar sind wohl die (Mit-)Finanzierung von Arbeitshilfen, aber auch Einzelprojekte der Mitgliedsverbände (z.B. inhaltliche Abschlussveranstaltung mit entsprechenden Positionen und Handlungsschritten) oder Ausweitung von kleinen lokalen Projekten.

Manfred Neubauer aejn e.V. Geschäftsstelle

Gegen den Trend 2010

"Soziale Gerechtigkeit - Gesellschaft im Wandel"

ca. 124 Seiten

Erscheinungsdatum 3. Januarwoche 2010

  • Impressum * Autorenverzeichnis * Vorwort der Nds. Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit * Vorwort der Redaktion
  • Die Aktion und ihr Thema * Die Arbeitshilfe und ihre Zielgruppen * Darstellung der Themen in sieben Schritten

A.

  • Wo kommen wir her?
  • Ausgangspunkt Jugendsozialgipfel 2006

B.

  • Soziale Gerechtigkeit (Grundsatzartikel)
  • Grundeinkommen? Bedingungslos!
  • Visionen für eine zukünftige Gesellschaft
  • Thesen. Antithesen. Fragen.

C.

  • Aktiv für mehr Gerechtigkeit – Schätze der evangelischen Jugend
  • Projekte gegen Kinderarmut in der Jugendverbandsarbeit (Die Einrichtung „Kiefernpfad“, Die Einrichtung M.A.J.A. (mobile aufsuchende Jugendarbeit), Das JuKiMob (Jugend- und Kindermobil) des VCP)
  • Auswertung der Befragung der Arbeitsgruppe „Kinder Mut machen – gegen Kinderarmut“
  • Es gibt nix mehr? – Das kann’s nicht sein! Sterntaler: Ein Projekt der Landesjugendkammer Schaumburg Lippe
  • Ein Perspektivwechsel oder: „Wer ist hier eigentlich schwierig? Aufsuchende Jugendarbeit in Leer Chronologie eines „Problems“
  • „Soziale Gerechtigkeit“ – auch eine Frage der Menschenrechte?! Erfahrungen aus der internationalen Jugendarbeit im Anne-Frank-Haus des CVJM und in der Gedenkstätte Bergen-Belsen
  • Wohnen Träume überall oder bleibt nur noch Leben auf Sparflamme?
  • Fair, regional und nach Möglichkeit bio…
  • Informationen über die Arbeit der aejn e. V. * Veröffentlichungen „Gegen den Trend“

aejn e.V. Geschäftsstelle, 19.10.2009

3. Runder Tisch Soziale Gerechtigkeit 11.11.09 Verden

TOP 01: Begrüßung, Einstimmung in die Sitzung

TOP 02: Aktueller Sachstand: „Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel“; Prozess Ljr, Meilenstein 1.5

TOP 03: Was ist inhaltlich bei den Mitgliedsverbänden passiert? Was wird demnächst passieren? (Aktuelle Übersicht zu Projekten und Aktionen)

TOP 04: „Gegen den Trend 2010“ (Sachstand Themenübersicht)

TOP 05: Abschlussveranstaltung 2010?

TOP 06: Anträge im Rahmen von „Generation 2.0“

TOP 07: Verschiedenes

TOP 08: Folgetermin (Vorschläge 03.03. 10.03. 14.04.2010)

TOP 09: TeilnehmerInnen „Meilenstein 2.0 am 1.2.2010)

a. Protokollstichpunkteprotokoll_3._runder_tisch_v._11.11.2009.pdf

b. das Manuskript von Frau Cornelia Coenen-Marx EKD, das sie bei der Landesfachkonferenz (Hauptberufliche JA Hannover) in Verden vorgestellt hat. coenen-marx.neu.pdf

c. Zwei Beiträge von Wolfgang Blaffert aus dem kommenden „Gegen den Trend“ blaffert_-_glaube_und_soziale_gerechtigkeit.pdf blaffert_grundeinkommen.pdf

aejn e.V. Geschäftsstelle, 25.11.2009

Meilenstein 2

4. Runder Tisch Soziale Gerechtigkeit 14.04.10 Verden

Als Tagesordnung ist vorgesehen: TOP 01: Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Einstimmung in die Sitzung, Protokollstichpunkte vom 11.11.2009

TOP 02: Aktueller Sachstand: Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel, Prozess Landesjugendring, Meilenstein-Veranstaltungen, neXt-Konferenz am 11.09.10 (Mitarbeit, Teilnahme)

TOP 03: Was ist zwischenzeitlich inhaltlich bei den Mitgliedsverbänden passiert? Was wird passieren? (Aktuelle Übersicht zu Projekten und Aktionen)

TOP 04: Gegen den Trend 2011 (Sollte es einen Band 2 zum Thema 2010 geben?)

TOP 05: Abschlussveranstaltung „Soziale Gerechtigkeit – Gesellschaft im Wandel“ in Bezügen der aejn e.V. (Einrichtung einer Projektgruppe)

TOP 06: Anträge im Rahmen von „Generation 2.0“ (zur Finanzierung von Projekten im Rahmen der Themeninsel)

TOP 07: Verschiedenes (u.a. Folgetermin)

Protokollstichpunkte der Sitzung als pdfrunder_tisch_14.04.2010.pdf

"Häuptlingswechsel" in der Themeninsel

Seit 1. August 2010 ist Cornelia Grothe neue Geschäftsführerin der aejn und hauptverantwortlich für die Koordination der Themeninsel „Soziale Gerechtigkeit - Gesellschaft im Wandel“.

5. Runder Tisch am 19.08.2010 in Verden

TOP 1 Begrüßung, Protokoll vom 14.04.2010

TOP 2: neXT-Konferenz am 11.9.

TOP 3: Soziale Gerechtigkeit in den Mitgliedsverbänden

TOP 4: Gegen den Trend 2011: Hier und jetzt: Was kommt dann? Soziale Gerechtigkeit - Nachhaltigkeit - Zukunft

TOP 5: aejn-Abschlussveranstaltung zur Themeninsel am 21.01.2011

TOP 6: Anträge im Rahmen von generation 2.0

TOP 7: Verschiedenes

Protokollstichpunkte zum Download: 10-08-19_prot_runder_tisch.pdf

Armut als Schwerpunktthema der Landesjugendkammer der Landeskirche Hannovers

Vom 29. bis 31.10.2010 hat sich die Landesjugendkammer mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarmut auseinandergesetzt. Zu Beginn tauschten sich die Jugendlichen darüber aus, wo und wie sie mit Armut in Berührung kommen. Deutlich wurde: Armut gibt es nicht nur am anderen Ende des Erdballs, sondern auch hier bei uns, direkt vor unserer Haustür. Inga-Mirjana Krey und Michael Peters gaben anschließend einen theoretischen Input mit Zahlen und Fakten zur Kinder- und Jugendarmut in Niedersachsen. Zum Abschluss schmiedeten die Delegierten der Landesjugendkammer eigene Pläne und entwickelten Vorschläge und Ideen für ein eigenes Projekt gegen Armut.

Die Landesjugendkammer hat am Ende des Wochenendes eine Projektgruppe eingesetzt, die bis zur nächsten Sitzung im Februar ein Konzept erstellt, mit dem die Kammer gegen Kinder- und Jugendarmut aktiv werden kann.

Abschlussthesen der Themeninsel

Die Delegiertenversammlung der aejn vom 26. bis 27.11.2010 beschäftigte sich ausführlich mit dem Thema Soziale Gerechtigkeit. Die Ergebnisse der zahlreichen Projekte der letzten Jahre wurden positiven Visionen für das Jahr 2020 gegenübergestellt. Die entwickelten Forderungen sind die ersten Schritte in diese Richtung!

Am 21. Januar 2011 werden die Thesen im Rahmen der Themeninsel-Abschlussveranstaltung an die jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Landtagsfraktionen in Niedersachsen übergeben.

einladungskarte_wildeshausen.pdf

Auswertung des Schulkostentagebuchs

Das Schulkostentagebuch, das im Sprengel Osnabrück im Schuljahr 2009/2010 von Kindern und Jugendlichen erstellt wurde, liegt nun ausgewertet vor. Insgesamt gaben die Kinder über 600€ in einem Schuljahr für die Schule aus. Auf Platz 1 der höchsten Ausgaben liegen die Kosten für Fahrkarten, dicht gefolgt von Klassenfahrten, Bücher und Verbrauchsmaterialien. Überraschende Schlusslichter: Die Ausgaben für Verpflegung und Nachhilfe machten nur den kleinsten Teil der Schulkosten aus.

schulkostentagebuch_-_auswertung_bericht.pdf

Wort der Diakonischen Konferenz zum Europäischen Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Die diakonische Konferenz hat im Oktober 2010 eine Stellungnahme gegen Kinder- und Jugendarmut veröffentlicht. Dort fordert sie 10-Schritte gegen Armut (eigene Zusammenfassung):

1. Stärkung des Sozialstaats

2. Förderung der Teilhabe von Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Beteiligung

3. Verlässliche soziale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien

4. Personenenbezogenes Bildungspaket für Familien, Kinder und Jugendliche

5. Besondere Hilfen für größere Anschaffungen

6. Angemessene Umsetzung des Rechtes auf Wohnen und Sicherung

7. Wohnortnaher und barrierefreier Zugang zu einer bedarfsgerechten und erschwinglichen gesundheitlichen Versorgung

8. Das gleiche Recht auf Grundsicherung und soziale Unterstützung für Flüchtlinge

9. Integration in existenzsichernde Arbeit

10. Respekt und Würde für Hilfsbedürftige, statt Sanktionen und Druck!

wort_der_diakonischen_konferenz.pdf


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