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11.Juni.2007 │ 

Fazit G8-Gipfel: Zwischen Enttäuschung und Erfolg

Katholische Jugendverbände kritisieren G8-Beschlüsse, ziehen aber eine positive Protestbilanz.


Mit gemischten Gefühlen kehren mehrere hundert Jugendliche des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vom G8-Gipfel zurück. Einerseits bewertet BDKJ-Bundespräses Pfr. Andreas Mauritz den von den katholischen Jugendverbänden mitgetragenen Alternativgipfel als »vollen Erfolg«. Andererseits sind die katholischen Jugendverbände enttäuscht über die G8-Ergebnisse.

 

»Die Beschlüsse sind völlig unzureichend, um Armut wirksam zu bekämpfen. Wir sind sehr enttäuscht, dass die G8-Staaten anscheinend nicht gewillt sind, ihre Versprechen einzuhalten«, sagte Mauritz am Freitag in Rostock. »Die Ergebnisse sind zu vage. Es ist noch unklar, was die versprochene Mittelaufstockung für Gesundheit in Afrika in Wirklichkeit bedeutet.« Andererseits freuen sich die katholischen Jugendverbände über die positive Resonanz ihres friedlichen und kreativen Protestes: »Wir haben deutlich gemacht, wie wir uns eine gerechte Welt vorstellen. Politikerinnen und Politiker müssen die Stimme der Jugend ernst nehmen«, sagte Mauritz. Mit maisgelben T-Shirts, Piraten-Augenklappen und Großpuppen demonstrierten die Jugendlichen für ihre Forderungen und ernteten damit Sympathie in der Öffentlichkeit.

 

Unverständnis äußert der BDKJ über die massiven Sicherheitsmaßnahmen, die letztlich sämtliche Großdemonstrationen untersagte. Insgesamt fühlten sich die Jugendlichen durch die vielen Demonstrationsverbote und das massive Polizeiaufgebot eingeschränkt in ihrer Absicht, friedlich gegen die ungerechte Politik der G8-Regierung zu protestieren. »Wir sind besorgt darüber, dass im Rahmen des G8-Gipfels das Recht auf Demonstrationsfreiheit an Gültigkeit verloren hat«, meint Peter Thomas, Vorsitzender des BDKJ-Diözesanverbandes Rottenburg-Stuttgart. »Die inakzeptablen Ausschreitungen bei der Demonstration am Samstag können dafür nicht als Begründung dienen.«

 

Beistand bekamen die Jugendlichen die ganze Zeit über von Bischof Toribio aus Bolivien: »Eure Aktionen sind für die Armen der Welt von großer Bedeutung. Ihr gebt ihnen damit eine Stimme«, bedankte sich Toribio für das BDKJ-Engagement. Beim Jugendforum im Rahmen des Alternativgipfels hatten Jugendliche mit ihm, Ute Koczy, MdB Bündnis 90/Die Grünen, und Gästen aus Nigeria, Kolumbien und Bolivien über Veränderungsmöglichkeiten diskutiert. Dabei griffen sie vor allem die Themen HIV/Aids und Recht auf Ernährung auf.

 

»Der Gipfel hat ein mal mehr gezeigt, dass wir uns weiter aktiv und kreativ für eine gerechte Welt einsetzen müssen. Und das werden wir tun«, so Mauritz. Über die während des Abschlusskonzerts »Deine Stimme gegen Armut« abgegebenen Unterschriftenlisten hofft der BDKJ zum Beispiel, dass der Protest aller Globalisierungskritiker bei der Politik ankommt.

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