Jugendliche mit besonderem Förderbedarf werden durch praktisches Arbeiten ausbildungsfähiger



Projektinhalte

In diesem Projekt ging es insbesondere darum, jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Chancen zur Eingliederung in das Erwerbsleben sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe zu verbessern. So konnten wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern (dem Bereich »Berufsorientierung« an der Geschwister-Scholl-Schule Geeste, mit der Dalumer Firma KINDERLAND und dem Modellflugzeugclub Lingen) vielen beteiligten Mädchen und Jungen Möglichkeiten zur praktischen Ausführung handwerklich-kreativer Tätigkeiten bieten sowie darüber hinaus Einblicke in eine neue und ggf. eigene aktive Freizeitgestaltung ermöglichen.
In enger Absprache mit den oben genannten Kooperationspartnern konnten wir in allen Fällen unser Ziel erreichen, den Jugendlichen bessere Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Das führte letztlich bei den jungen Leuten dazu, dass sie durch ihr eigenes praktisches Tun auch ihre eigenen Fähigkeiten, Neigungen und Interessen besser kennen lernten und diese dann mit den Anforderungen in verschiedenen Berufen abgleichen konnten.

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Träger

Sportjugend im KSB Emsland

Region

Emsland


Dokumentation und Kommentare zum Projektverlauf



Richtig gut, was da läuft! (Zwischenbericht vom 21.02.2006) - 21. Februar 2006 22:57:52
Von Friedhelm Forbriger

Ziele:


 


Ziel dieses Projekts ist es, jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Chancen zur Eingliederung in das Erwerbsleben sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe zu verbessern.


 


Gemeinsam mit den Kooperationspartnern (Geschwister-Scholl-Schule Geeste, der Dalumer Firma KINDERLAND und dem Modellflugzeugclub Lingen) werden den beteiligten Mädchen und Jungen Möglichkeiten zur praktischen Ausführung handwerklich-kreativer Tätigkeiten geboten sowie Einblicke in eine neue und ggf. aktive Freizeitgestaltung gegeben.


 


Neben den Maßnahmen zur Berufsorientierung erfahren die Jugendlichen Wertschätzung und Anerkennung ihres eigenen Handelns. Das wiederum wirkt sich positiv auf ihr Selbst-wertgefühl aus.


 


 


Zielgruppen:


 


Bei diesem Projekt sind als Zielgruppe nach wie vor in erster Linie »Jugendliche mit besonde-rem Förderbedarf« zu sehen, hier vornehmlich Mädchen und Jungen mit schwachen schuli-schen Leistungen.


 


 


Methoden:


 


Trainer/innen und Betreuer/innen sowie Lehrer/innen unterstützen leistungsschwache Schü-lerinnen und Schüler, indem sie ihnen Möglichkeiten zur »Selbsthilfe« aufzeigen und gemein-same Aktivitäten anbieten.


 


Im Hauptschulzweig der Geschwister-Scholl-Schule wird der beruflichen Orientierung eine besondere Bedeutung beigemessen. Die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Schul-jahrgänge sollen an insgesamt 60 bis 80 Tagen neben den Betriebspraktika so genannte »Betriebs- und Praxistage« durchführen. Innerhalb der Projektarbeit übernehmen Mitarbei-ter/innen aus den Sportvereinen sowie Lehrerinnen und Lehrer eine unterstützende, infor-mierende, initiierende, vermittelnde Rolle und bringen sich in Kooperation mit dem Fachbe-reich für Berufsorientierung - auch im Ganztagsschulbereich - mit ihren Sach- und Fachkom-petenzen ein.


 


So können in diesem Projekt nun gezielt nur Mädchen und Jungen mit schwachen schuli-schen Leistungen und somit gefährdetem Schulabschluss durch überwiegend praktische Tätigkeiten Hilfen bei ihrer Berufsorientierung erfahren, bekommen so neue Leistungsmoti-vation und werden damit ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt verbessern.


 


 


Bisherige Projektpraxis:


 


Die Jungen und Mädchen - überwiegend der drei Hauptschulklassen (Klasse 8) - lernen je-weils an einem ganzen Arbeitstag bei der Firma KINDERLAND zunächst einige Grundlagen der Metall- und Holzverarbeitung kennen. Das findet überwiegend in den Abteilungen der Firma KINDERLAND statt, doch eine Unterstützung dieser Maßnahmen durch Unterricht in den Werkräumen der Geschwister-Scholl-Schule (mit den Facharbeitern der Firma KINDER-LAND sowie mit Lehrern der Schule) ist ebenfalls sichergestellt.


 


Gleichzeitig ermitteln die Jugendlichen den Bedarf an Sitz-, Spiel- oder Klettergeräten auf ihrem Sportplatz und/oder ihrem Schulhof und nehmen diesen in ihre Planungen mit auf.


Die Planung, der Bau und das Aufstellen dieser Geräte werden natürlich mit Hilfe von Fach-leuten der Firma KINDERLAND durchgeführt, womit auch eine ordnungsgemäße Abwicklung der Arbeiten garantiert ist.


 


 


Kooperationen:


 


Die Zusammenarbeit der Betreuer/innen der örtlichen Sportvereine, der Sportjugend Ems-land und seinem PRINT-Projekt (Schwerpunktbaustein »Integration in Vereine«) sowie der Geschwister-Scholl-Schule Geeste mit einigen Unternehmern aus Geeste führte bereits zu ersten sehr positiven Ergebnissen. So konnten bisher 2 Mädchen (es begleiteten das Projekt zeichnerisch Yvonne und Latifa) und 3 Jungen (Matthias, Daniel und Maik) in der Firma KINDERLAND neue Sitz- und Klettergeräte bauen und einige davon bereits dem Schulleiter ihrer Schule, Herrn Piel von der Geschwister-Scholl-Schule Geeste, übergeben.


 


Im bisherigen Projektverlauf entstand ein weiteres Gruppenangebot für die Zielgruppe durch Unterstützung einzelner Mitglieder des Modellflugzeugclubs Lingen. Hier bauen Jugendliche gemeinsam einfache Flugmodelle. Auch dabei werden erlernte Tätigkeiten der Metall- und Holzverarbeitung sowie Lackiererei praktisch umgesetzt und erprobt.


 


 


Ausblick:


 


Im gesamten Projektzeitraum werden rund 50 Jungen und Mädchen die Möglichkeit bekom-men, in Kooperation mit einheimischen Firmen an einfache berufliche Tätigkeiten herange-führt zu werden.


 


Eine Einbindung des an der Geschwister-Scholl-Schule zuständigen Fachbereichskonferenz-leiters für den Bereich Arbeit/Wirtschaft/Technik sowie der Berufsberaterin der Bundesagen-tur für Arbeit ist gewährleistet, so dass auch hier eine fachlich fundierte und abgestimmte Zusammenarbeit sichergestellt ist. Eine anschließende Übertragung des Konzeptes auf an-dere Orte ermöglicht eine Nachhaltigkeit weit über die Laufzeit des Projekts hinaus.


 


Bei anhaltenden positiven Erfahrungen werden die beteiligten Firmen über den Projektzeit-raum hinaus zu ähnlichen Maßnahmen bereit sein, so dass auch dadurch - ggf. sogar er-gänzt durch andere örtliche Firmen, die sich beteiligen möchten - weiterhin Mädchen und Jungen in den Vortreil von berufsvorbereitenden praktischen Tätigkeiten kommen und da-durch ausbildungsfähiger werden.


 


 


Geeste, den 21.02.2006


F. Forbriger, Vors. der Sportjugend Emsland