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Generation Juleica: vernetzt, informiert, inspiriert

Nichts geht in der Jugendarbeit ohne das ehrenamtliche Engagement der Jugendleiterinnen und Jugendleiter – und sie standen im Mittelpunkt des Fachtages »Generation Juleica«, den der Landesjugendring Niedersachsen am 18.06.2011 veranstaltet hat.


Wie die Träger die Engagierten an sich binden und für ein längerfristiges Engagement motivieren können, darum ging es gleich zu Beginn im Referat von Prof. Dr. Franz-Josef Röll, der in seinem Impulsreferat deutlich gemacht hat, wie der Wertewandel auch zu Veränderungen im ehrenamtlichen Engagement geführt hat und das die Ansprache junger Menschen an den Lebenswelten Jugendlicher anknüpfen muss. Er forderte die Träger der Jugendarbeit daher auf, die jugendlichen Lebenswelten als Ausgangspunkt der eigenen Arbeit zu nehmen, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen und nicht von den bisherigen Angeboten auszugehen und an diesen festzuhalten.

Anschließend boten neun Workshops den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen der Juleica-Ausbildung und über das Förderprogramm »Generation 2.0 – Engagement und Bildung in der Jugendarbeit« zu informieren und auszutauschen. Besonders gefragt waren die Workshops zu Methoden zur Prävention sexualisierter Gewalt und zu Juleica-Ausbildungen in Kooperation mit Schulen. »Die Workshops haben gezeigt, dass sich die Jugendverbände, Jugendringe und Jugendpflegen in Niedersachsen den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und eigene Methoden und Arbeitsansätze erarbeiten, wie sie die bewährten Angebote weiterentwickeln und qualifizieren können«, so LJR-Vorstandsmitglied Susanne Martin.

Eine Möglichkeit zur Erprobung neuer Arbeitsansätze ist auch das Förderprogramm »Generation 2.0«. Viele Projekte waren vertreten und tauschten sich im Vernetzungscafé und in zwei Workshops zu den Erfahrungen im Projekt aus – auch dabei wurde deutlich: Es lohnt sich, im Rahmen des Förderprogramms neue Arbeitsformen und Methoden auszuprobieren und Projekte zu initiieren. Die Antragstellung ist jederzeit möglich, Stichtag ist jeweils der Monatserste, dann wird über die vorliegenden Anträge entschieden. 

Zum Abschluss des Fachtages wurde der Blick auf die aktuelle Situation der Jugendarbeit gelenkt: Die interaktive Präsentation von Zahlen und Fakten zur Förderung der Jugendarbeit und zum Wandel des ehrenamtlichen Engagements machte deutlich, dass insbesondere die Kommunalpolitik aufgefordert ist, die Rahmenbedingungen für Jugendarbeit zu verbessern – Jugendverbände und Jugendringe sollten die Kommunalwahl am 11.09.2011 nutzen, um sich im Vorfeld im Rahmen der neXTvote-Aktion für eine Stärkung der Jugendarbeit in den Kommunen einzusetzen.

Der Fachtag »Generation Juleica« fand im Rahmen des Förderprogramms »Generation 2.0 – Engagement und Bildung in der Jugendarbeit statt« und wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration gefördert.

Die Dokumentation des Fachtages wird in Kürze online auf www.generationzweinull.de zu finden sein; dort gibt es auch alle weiteren Informationen zum Förderprogramm.

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