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Nds. Sozialministerin Özkan: »Eine starke Jugend ist die Zukunft!«

In einem 90-minütigen Gespräch mit der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan am Montag, 30.05.2011, stellte der Landesjugendring seine Arbeitsschwerpunkte vor, wies aber auch auf problematische Entwicklungen hin und zeigte Perspektiven für die Entwicklung der Jugendarbeit in Niedersachsen auf.


Die Sozialministerin zeigte sich von der Arbeit des Landesjugendrings und der Jugendverbände beeindruckt und unterstrich die Bedeutung der jungen Generation für die Zukunft der Gesellschaft.

Der Landesjugendring hob dabei insbesondere seine Rolle als Raumausstatter hervor: Anliegen des LJR ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass es überall in Niedersachsen ein vielfältiges Angebot der Jugendarbeit gibt und dass junge Menschen Gestaltungs- und Freiräume haben, in denen sie sich engagieren und erproben können. Die Basis dafür sind die unzähligen Jugendgruppen und Projekte der LJR-Mitgliedsverbände. Deren Interessen zu bündeln und gegenüber der Politik zu vertreten ist eine zentrale Aufgabe des Landesjugendrings. Mit zahlreichen Projekten geht es zudem darum, Impulse für eine kontinuierliche Weiterentwicklung  der Jugendarbeit zu geben zur Qualifikation der Engagierten beizutragen.

Lobend hob der Landesjugendring das Niedersächsische Jugendförderungsgesetz hervor, das eine sehr gute und verlässliche Grundlage für die landesweite Jugendarbeit darstellt und das als Basis im Interesse einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Jugendarbeit durch einen qualifizierten Projekt-, Perspektiv- und Entwicklungsraum ergänzt wird; eine Einschätzung, die auch von der Ministerin geteilt wird. Beispielhaft wurden hier insbesondere die aktuellen und erfolgreichen Projekte Generation 2.0, neXTgender, PROjuleica, neXTvote und neXTmedia vorgestellt.

Der Landesjugendring wies aber auch auf die Probleme hin, die es des Öfteren auf der kommunalen Ebene gibt: Hier hat sich die Fördersituation in den letzten Jahren oftmals deutlich verschlechtert, zudem leidet die Kooperation zwischen freien und öffentlichen Trägern unter der erhöhten Arbeitsbelastung und an der nur noch mangelhaft wahrgenommenen Gesamtverantwortung. Auch das freiwillige Engagement hat sich nach Ansicht des Landesjugendrings in den letzten Jahren deutlich gewandelt – hier ist eine stärkere Unterstützung wünschenswert.

Das Thema Integration von Migrant-inn-en in die Jugendverbandsarbeit durfte in dem Gespräch natürlich nicht fehlen: Der Landesjugendring verwies auf viele laufende Projekte; unter anderem im Förderprogramm Generation 2.0. Einigkeit mit der Sozialministerin bestand darin, dass es verstärkter Anstrengungen bedarf, auch die strukturelle Integration von Migrantenjugendselbstorganisationen voranzutreiben. Hier bot sich Ministerin Özkan an, Türen zu öffnen.

Abschließend unterstrich sie die Bedeutung der Jugendarbeit: »Eine starke Jugend ist die Zukunft«, so Özkan, daher sei es wichtig, hier auch zukünftig Schwerpunkte zu setzen. 

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