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Kleines Geld - große Wirkung: Land Niedersachsen setzt Mikroförderung für Ehrenamt mit weiteren 800.000 Euro fort

Behrens: „Ehrenamtliche leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für unser Gemeinwesen.“


Im Rahmen ihrer Sommerreise hat die Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, am 27. Juli 2026 einen Förderscheck über 800.000 Euro an die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Niedersachsen e. V. (LAGFA) übergeben. Mit den zusätzlichen Mitteln wird die erfolgreiche Mikroförderung zur Stärkung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements in Niedersachsen fortgesetzt. Ausschlaggebend sind die hohe Nachfrage sowie die positiven Ergebnisse der Zwischenevaluation. Bereits zu Jahresbeginn hatte das Land Niedersachsen eine Million Euro für das Programm bereitgestellt. Damit erhöht sich die Gesamtsumme, die das Land Niedersachsen im Jahr 2026 für die Mikroförderung zur Verfügung stellt, auf 1,8 Millionen Euro.

Die Mikroförderung ist ein zentraler Bestandteil der Niedersächsischen Strategie für Engagement und Ehrenamt sowie des Konzepts zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Sie unterstützt Vereine, Initiativen, gemeinwohlorientierte Organisationen und ehrenamtlich Engagierte mit Zuschüssen zwischen 100 und 2.500 Euro bei der Umsetzung ihrer Projekte vor Ort.

Bereits die erste Förderrunde stieß auf eine außergewöhnlich hohe Resonanz: Innerhalb von rund zwei Tagen gingen 576 Förderanträge ein. Das bereitgestellte Fördervolumen von einer Million Euro war damit vollständig ausgeschöpft. Die große Nachfrage macht deutlich, wie hoch der Bedarf an niedrigschwelligen und unbürokratischen Fördermöglichkeiten für das Ehrenamt in Niedersachsen ist.

Ministerin Daniela Behrens: „Ob Sportverein, Dorfgemeinschaft, Kulturinitiative, Nachbarschaftsprojekt oder Jugendgruppe: Ehrenamtliche schaffen Begegnungen, stärken den Zusammenhalt und halten unsere Gesellschaft zusammen. Sie investieren Zeit, Ideen und Herzblut für andere Menschen. Mit der Mikroförderung unterstützen wir genau dieses Engagement. Oft reichen wenige hundert Euro, aus einer guten Idee ein konkretes Projekt für die Gemeinschaft entstehen zu lassen.

Zwischenevaluation bestätigt Erfolg des Programms

Die Entscheidung zur Fortsetzung der Mikroförderung wird durch die Ergebnisse einer unabhängigen Zwischenevaluation gestützt. Die Untersuchung zeigt, dass die Förderung bereits in ihrer frühen Phase eine hohe Wirkung entfaltet. 41,2 Prozent der befragten Projektträgerinnen und Projektträger gaben an, dass ihr Vorhaben ohne die Förderung überhaupt nicht umgesetzt worden wäre. Lediglich 3,9 Prozent erklärten, ihr Projekt auch ohne Förderung realisiert zu haben.

80,4 Prozent der Befragten berichteten von einer verbesserten Arbeitsfähigkeit ihrer Organisation, 60,8 Prozent von einer Stärkung des Ehrenamts und 45,1 Prozent von einer höheren Sichtbarkeit ihres Vereins oder ihrer Initiative. Mehr als ein Drittel der Projekte führte zu zusätzlichen Teilhabe- und Begegnungsmöglichkeiten vor Ort. Fast die Hälfte der geförderten Projekte erreichte mehr als 100 Menschen. Mehr als die Hälfte der Vorhaben wurde von mehreren Ehrenamtlichen getragen, bei rund 30 Prozent der Projekte waren sogar mehr als zehn Freiwillige an der Umsetzung beteiligt.

Behrens: „Die Evaluation zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Engagement auf passende Unterstützung trifft. Die Mikroförderung stärkt Vereine und Initiativen ganz konkret in ihrer Arbeit. Sie schafft neue Begegnungsräume, ermöglicht Teilhabe und setzt Impulse weit über das eigentliche Projekt hinaus. Das ist eine Investition in den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und in eine starke Demokratie.“

Die Untersuchung belegt zudem, dass die Förderung häufig weitere Entwicklungen anstößt: 39,2 Prozent der Befragten berichteten bereits von Folgeaktivitäten, weitere 45,1 Prozent planen zusätzliche Projekte oder Anschlussvorhaben. Gleichzeitig bestätigten alle Befragten den Leitsatz der Förderung: „Kleines Geld – große Wirkung“.

Monika Fricke, Projektverantwortliche für die Mikroförderung bei der LAGFA: „Die Resonanz auf die Mikroförderung hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Vielzahl der Anträge und die Rückmeldungen der Geförderten zeigen, dass kleine Förderbeträge häufig den entscheidenden Unterschied machen. Die zusätzlichen Mittel des Landes ermöglichen es uns, noch mehr Engagierte bei der Umsetzung ihrer Ideen für das Gemeinwesen zu unterstützen.“

Fortsetzung ab September 2026

Ab dem 1. September 2026 startet die nächste Förderphase der Mikroförderung. Die bewährten Rahmenbedingungen bleiben unverändert. Gefördert werden weiterhin vielfältige Projekte, die mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand große Wirkung vor Ort entfalten können. Dazu zählen unter anderem Nachbarschaftsinitiativen, Bildungs- und Jugendangebote, soziale Projekte sowie kulturelle Mikrovorhaben.

Um Ehrenamtliche bei der Antragstellung zu entlasten, bleibt das Verfahren bewusst einfach und zeitsparend gestaltet. Ein besonderes Merkmal der Mikroförderung ist der vollständig digitale Ablauf: Von der Antragstellung bis zur Abrechnung erfolgt das gesamte Verfahren online über die LAGFA Niedersachsen. Das bedeutet weniger Bürokratie, eine schnellere Bearbeitung und ein nutzerfreundliches Verfahren für die Antragstellenden.

Die Auszahlung erfolgt weiterhin in zwei Schritten: 50 Prozent der Fördersumme werden unmittelbar nach der Förderzusage ausgezahlt, die verbleibenden 50 Prozent nach Prüfung des Verwendungsnachweises durch die LAGFA Niedersachsen. Dadurch können Vereine, Initiativen und Organisationen ihre Projekte ohne Vorfinanzierungsdruck auf einer verlässlichen finanziellen Grundlage starten.

Ministerin Daniela Behrens:Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass wir mit dem einfachen und digitalen Verfahren den richtigen Weg eingeschlagen haben. Engagement braucht kurze Wege und keine unnötigen Hürden. Wer sich für seine Mitmenschen und das Gemeinwohl einsetzt, soll möglichst viel Zeit für sein Projekt haben und möglichst wenig Zeit für Bürokratie aufwenden müssen. Deshalb setzen wir weiterhin auf ein unkompliziertes, digitales und bürgernahes Förderverfahren.“

Antragsberechtigt sind Vereine, gemeinwohlorientierte Organisationen, Initiativen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie ehrenamtlich oder bürgerschaftlich engagierte Privatpersonen. Gefördert werden notwendige und prüffähige Ausgaben, insbesondere für Materialien, technische Ausstattung, projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit, Reisekosten oder zwingend erforderliche Honorare. Die Förderhöhe beträgt weiterhin zwischen 100 und 2.500 Euro je Projekt.

Förderantrag

Die Antragstellung ist ab dem 01. September 2026 um 08:00 Uhr möglich und erfolgt vollständig digital über die Internetseite www.lagfa-niedersachsen.de/mikrofoerderung

Weitere Informationen

Die LAGFA bietet für alle Interessierten, antragsberechtigten Vereinen, gemeinwohlorientierten Organisationen, Initiativen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie ehrenamtlich oder bürgerschaftlich engagierten Privatpersonen digitale Infoabende zu den Fördervoraussetzungen der Mikroförderung. 

Die Infoabende finden statt am:

  • Montag, 3.8.2026
  • Dienstag, 11.8.2026
  • Montag, 17.8.2026
  • Montag, 24.8.2026

jeweils online von 18:30 bis 19:30 Uhr.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter: lagfa-niedersachsen.de/termine

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