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Manfred Neubauer wurde am Freitag, dem 18. Juni 2010 in einem bewegenden Gottesdienst verabschiedet. Als jugendpolitischer Referent im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Landesjugendpfarramt, war er 23 Jahre lang zuständig für Jugendpolitik und geschäftsführend tätig in der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in Niedersachsen (AEJN e.V.). Freunde und Kollegen verschiedenster Institutionen aus Niedersachsen und der Bundesrepublik waren in der Kapelle des Evangelischen Jugendhofs Sachsenhain gekommen, um sich für die Zusammenarbeit zu bedanken und für die Zukunft alles Gute zu wünschen.
Ralf Tyra, Direktor des Hauses kirchlicher Dienste, betonte das Engagement von Manfred Neubauer für die Landeskirche und die Evangelische Jugend. Neubauer habe mit großem Einsatz für seine Kirche gearbeitet. Dabei sei er kein Ja-Sager gewesen, sondern habe mit seiner Kritik jungen Menschen eine Stimme gegeben und zum politischen Handeln aufgefordert.
Landesjugendpastorin Cornelia Dassler bedankte sich in ihrer Predigt zu »Wenn dann deine Zeit um ist...« (2. Sam 7,12) für Neubauers Kreativität und Klugheit, seine Klarheit in der Kritik, mit der er viele motiviert, angespornt, beraten und unterstützt habe. In ihrer Auslegung des Predigttextes verwies sie darauf, dass der Übergang in die Altersteilzeit für Neubauer ein bewusster Schritt gewesen sei, um einen Platz frei zu machen. »Menschen, die etwas aus der Hand geben, können es Gottes Zukunft anvertrauen«, so Dassler in ihrer Auslegung des Predigttextes.
Lena Borgers, Vorsitzende der Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend der hannoverschen Landeskirche sagte: »Wir schätzen Manfred Neubauer in seinen professionellen Fähigkeiten, aber auch in seiner persönlichen Art sehr. Die fachliche Kompetenz, der Weitblick und die Fähigkeit, Informationen kompakt zu bündeln und weiterzugeben, zeichnen ihn aus und haben ihn zu einem wichtigen Ansprechpartner und Berater gemacht. Wir sind traurig, uns verabschieden zu müssen.«
Manfred Neubauer bringt die Veränderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen während seiner Dienstzeit so auf den Punkt: »Zu Beginn gab es überwiegend keine, oder auch nur Konkurrenz von anderen Trägern der Jugendhilfe. In den letzten 40 Jahren hat die Werbeindustrie Kinder und Jugendliche als Zielgruppe entdeckt und macht eine Fülle von Angeboten. Wie das Leben, so sind auch die Angebote für Kinder und Jugendliche schwerer überschaubar geworden.« Jugendpolitik habe sich zunehmend mehr für Kinder und Jugendliche interessiert, wenn sie randständig und auffällig wurden. »Es muss nicht nur um Benachteiligte gehen, sondern auch um die Entwicklungschancen von normalen Jugendlichen«, so Neubauer. Gefragt nach dem Schwerpunkt seiner eigenen Arbeit sagte er: »Ich sehe mich als Ermöglicher und Raumausstatter für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mein Anliegen war es, für den Rahmen zu sorgen, dass vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche möglich wird sowohl Hauptberufliche als auch Ehrenamtliche zu unterstützen. «
»Leuchtfeuer der Jugendpolitik in Deutschland«, so beschrieb Mike Corsa, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) Manfred Neubauer und hob damit dessen Verdienste für die jugendpolitische Arbeit hervor. »Jugendpolitik auf Bundesebene in den letzten 20 Jahren ist ohne Manfred Neubauer nicht denkbar.« Ihm sei es zu verdanken, dass sich die Evangelische Jugend intensiv in den Jugendringen beteilige. Corsa unterstrich die Bedeutung der Jugendverbandsstudie »Realität und Reichweite von Jugendverbandsarbeit« und die zukunftsweisenden Praxisentwicklungsprojekte, die unter Mitarbeit von Manfred Neubauer entwickelt wurden.
Im Namen des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. bedankte sich Geschäftsführer Hans Schwab für die zuverlässige und konstruktive Arbeit bei Manfred Neubauer. Er sei einer der bedeutendsten Menschen im Landesjugendring und der aejn. In einem humorvollen Film zeigten Vertreter des Landesjugendrings Bilder aus der Arbeit von Neubauer mit Vertretern der Politik. Für die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen e. V. (aejn) sprachen Michael Peters und Olaf Hennings. Sie bedankten sich für die Kollegialität und das kritische Gegenüber, Empathie und Neubauers Liebe für die Evangelische Jugend. Zahlreiche weitere Wegbegleiter von Manfred Neubauer bedankten sich für die gemeinsame Arbeit und persönliche Verbundenheit.
Manfred Neubauer gab der Evangelischen Jugend einen Wunsch mit, der ihm in seiner Arbeit selbst am Herzen lag: »Eine stetige inhaltliche und personelle Weiterentwicklung und Erneuerung. Neben der ernsthaften Auseinandersetzung mit Themen, ein Erfahrungsfeld für junge Menschen mit und an dem sie wachsen können, in denen sie für sich und für andere etwas tun können und dies mit Spaß in einer Gemeinschaft.« Für die gemeinsame Zeit in der Evangelischen Jugend, Jugendpolitik und Kirche, die er erleben durfte, bedankte sich Manfred Neubauer bei Jugendlichen, Freunden und Kollegen.
Hintergrund:
Manfred Neubauer ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er ist ausgebildeter Diakon, Diplom-Religionspädagoge, Diplom-Supervisor und und Organisationsberater. Von 1971 bis 1981 arbeitete er als Kreisjugendwart im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont, von 1981 bis 1987 als Jugendbildungsreferent an der Evangelischen Jugendbildungsstätte Asel. Seit 1987 ist er Jugendbildungsreferent im Landesjugendpfarramt Hannover mit den Referatsschwerpunkten Jugendpolitik, Politische Bildung und Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen (AEJN e.V.). Neubauer hatte Referenten- und Dozententätigkeiten im Bereich der Jugendhilfe auf Landes- und Bundesebene sowie diverse Fortbildungstätigkeiten, u.a. Langzeitkurs "Kollegiale Unterstützungssysteme" für Hauptberufliche in der Jugendarbeit. Er war Mitglied verschiedener jugendpolitischer Ausschüsse auf Landes- und Bundesebene. Am ersten November wechselt Neubauer in den passiven Teil seiner Altersteilzeit.
Fotos (Joachim Lau)