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21.September.2009 │ Landesjugendring Berlin e.V.

Das U18-Wahlergebnis

127.208 Kinder und Jugendliche haben gewählt: SPD gewinnt knapp, GRÜNE und CDU/CSU fast gleichauf


Bei der U18-Bundestagswahl am vergangenen Freitag lieferten sich SPD, GRÜNE und CDU/CSU ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das offizielle Endergebnis steht nun fest: Knappe Siegerin mit 20,45% der Stimmen wurde die SPD, dicht gefolgt von den GRÜNEN mit 20% und der CDU/CSU mit 19,35%. 127.208 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren hatten an der Wahl teilgenommen. Für die Stimmabgabe waren über 1.000 »Wahllokale« geöffnet, die in Schulen, Freizeiteinrichtungen und an weiteren Orten, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, eingerichtet worden waren. Dies war bereits die zweite bundesweite U18-Wahl. 2005 hatten sich rund 50.000 junge Menschen beteiligt. Ziel des Projekts ist es, junge Menschen für Politik zu begeistern.

Die Bundestagswahl der Unter-18-Jährigen konnte die SPD am vergangenen Freitag knapp für sich entscheiden, fast gleichauf lagen am Ende GRÜNE und CDU/CSU. Ginge es nach den jungen Wählern, wären außerdem DIE LINKE, DIE PIRATEN, die FDP und DIE TIERSCHUTZPARTEI im Bundestag.

Candida Splett, Sprecherin des Netzwerks U18, zum Wahlergebnis: »Wir freuen uns, dass so viele Kinder und Jugendliche ihre Stimme abgegeben haben. Das zeigt: Junge Menschen wollen ihre Meinung sagen und mitbestimmen – nicht nur durch ihr Kreuzchen bei der Wahl, sondern bei allen Entscheidungen, die sie betreffen: im Elternhaus, in der Schule, in der Kommune und in der großen Politik. Dies ist die Botschaft an die Erwachsenen: Wer Kinder und Jugendliche frühzeitig mitreden und mitbestimmen lässt, muss nicht fürchten, dass sie politikverdrossen werden

Das genaue Wahlergebnis der 127.208 Mädchen und Jungen setzt sich wie folgt zusammen:

  • SPD: 20,45% 

  • GRÜNE: 20% 

  • CDU/CSU: 19,35% 

  • Linke: 10,35% 

  • Piraten: 8,7% 

  • FDP: 7,6% 

  • Die Tierschutzpartei: 5,19% 

  • Sonstige: 8,35%  

Das Ergebnis für die einzelnen Bundesländer und Wahlkreise kann unter www.u18.org abgerufen werden.

Statements der Parteien zum Wahlergebnis

Andrea Nahles, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende: »Die U18 Wahl ist ein voller Erfolg, denn sie hat eins ganz deutlich gezeigt: Kinder und Jugendliche wissen, wie wichtig es ist, sich einzubringen und durch Wahl ihre Interessen zu vertreten. Kinder und Jugendliche wissen ganz genau, wo der Schuh drückt und machen sich viele Gedanken um ihre Zukunft. Umso erfreuter bin ich, dass meine Partei, die SPD, als – wenn auch knappe – Siegerin aus der Wahl hervorgegangen ist.«

Kai Gehring, jugendpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, und Malte Spitz, Mitglied im Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen: »Das sehr gute Abschneiden der Grünen bei der U18-Wahl bestätigt unseren Einsatz für die Interessen junger Menschen, für die Lösung von Zukunftsfragen und gegen die rückwärtsgewandte Politik der Großen Koalition. Viele Jugendliche unterstützen gerade unsere Forderungen beim Klimaschutz, zum Atomausstieg und für die Stärkung der Bürgerrechte.«

Diana Golze, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, erklärt: »Natürlich freut es mich, dass auch der Nachwuchs DIE LINKE mit über zehn Prozent im Parlament vertreten sehen möchte. Wichtiger als die Ergebnisse ist die Tatsache, dass sich bundesweit rund 125.000 Kinder und Jugendliche an der Abstimmung beteiligt und sich im Vorfeld über das Prozedere der Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Demokratie vertraut gemacht haben.«

Jens Seipenbusch, Vorsitzender der PIRATENPARTEI Deutschland, freut sich über das Ergebnis: »Die Beteiligung an dieser Wahl zeigt uns, dass die jungen Menschen die Wichtigkeit erkannt haben, ‚eine Wahl zu haben‘ und sich im Sinne des Projekts U18 für eine der Parteien zu entscheiden. Dass viele von ihnen dabei uns gewählt haben, zeigt, dass jungen Menschen die Verteidigung ihrer Bürgerrechte wichtig ist und dass die Piraten die entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts anpacken.«

Stefan Bernhard Eck, Bundesvorsitzender der TIERSCHUTZPARTEI meint: »Die Ergebnisse der U18-Wahl werte ich als ein sehr hoffnungsvolles Signal für die Zukunft, denn ginge es nach dem Willen der jungen Menschen in Deutschland, käme die Partei Mensch Umwelt Tierschutz auf Anhieb in den deutschen Bundestag. Dieses Ergebnis ist auch deshalb ein riesiger Erfolg für uns, da unsere Partei – wie bei der regulären Bundestagswahl – nicht in allen Bundesländern auf dem Stimmzettel stand und trotzdem die 5-Prozent-Hürde überspringt.«

CDU/CSU sowie FDP werden im Laufe der Woche ihre Kommentare zum U18-Wahlergebnis nachliefern. Sie können dann zusammen mit den übrigen ausführlichen Statements auf www.u18.org nachgelesen werden.

 

Über U18 



Initiator der Wahl ist U18, die größte politische Bildungsinitiative Deutschlands. Sie möchte Politiker für die Belange junger Menschen sensibilisieren, vor allem aber erreichen, dass Kinder und Jugendliche Interesse für politische Themen entwickeln, ihre eigenen Interessen formulieren und vertreten sowie Aussagen von Politikern kritisch hinterfragen. In diesem Jahr wurde U18 bereits zum zweiten Mal bundesweit durchgeführt. 2005 hatten 48.461 Kinder und Jugendliche in 583 Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Im Vorfeld der Wahl gab es auch 2009 wieder verschiedenste Aktionen, die in den vergangenen Monaten unter dem Dach von U18 stattfanden. Ein Politiker-»Speed-Dating« in Berlin, ein Fußballspiel »Jugendliche gegen Politiker« im thüringischen Königssee und der Jugendfeuerwehrtag in Amberg, bei dem Jugendliche die »Sonntagsfrage« beantworteten, sind nur drei Beispiele dafür. Deutschlandweit gab es zudem zahlreiche Diskussionsrunden mit den Direktkandidaten der Parteien. Die Stimmabgabe neun Tage vor der Bundestagswahl der Erwachsenen war Höhepunkt und Abschluss aller Projekte.

Über das Netzwerk U18

Zum Netzwerk U18 gehören der Deutsche Bundesjugendring, das Deutsche Kinderhilfswerk, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V., die Deutsche Jugendfeuerwehr, der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V., der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V., der Christliche Verein Junger Menschen, die Katholische Junge Gemeinde und das Aktionskomitee Kind im Krankenhaus. Regionale Unterstützung liefern die Landesjugendringe Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt, die Stiftung SPI, Gangway e.V., der Kinderring Berlin e.V., die Evangelische Landjugend in Bayern, Mehr Demokratie e.V. NRW sowie das Berliner Netzwerk U18. Alle Organisationen setzen sich gemeinsam für die Idee der U18-Wahl ein. Das Netzwerk U18 ist offen für weitere Institutionen und engagierte Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet. 


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