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Auf seiner Diözesanversammlung im Haus „Maria Frieden“ in Rulle konnte der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Osnabrück seinen Vorstand und seine Gremien komplettieren. Auch inhaltlich war die Versammlung ein Erfolg: In den kommenden Jahren wird der BDKJ Osnabrück die Kooperation mit Schulen weiterführen, ein besonderer Fokus wird ‐ nicht nur in schulischen Zusammenhängen ‐ auf das Konzept der Inklusion gelegt.
In der Bildungslandschaft sind neue Ideen und Konzepte mittlerweile Alltag, doch wenn es an eine konsequente Umsetzung geht, haben Praktiker aller Fachrichtungen Sorgenfalten auf der Stirn: Das Konzept der Inklusion polarisiert. Beim BDKJ‐Diözesanverband Osnabrück soll sich die Inklusion vom Schlaglicht zum Querschnittsthema wandeln. Dafür holten sich die Interessenvertreter von 18000 Kindern und Jugendlichen eine Expertin an die Seite: Die ehemalige Geschäftsführerin des Deutschen Bundesjugendrings (dbjr), Gunda Voigts, promoviert derzeit an der Universität Kassel zu eben diesem Thema und gab den Delegierten wertvolle Tipps für die praktische Arbeit. Der Beschluss „Alle inklusive ‐ Teilhabemöglichkeiten erhöhen, Vielfalt wertschätzen“ beinhaltet eine Agenda: Der BDKJ möchte mit seinen Mitglieds‐ und Regionalverbänden sowie Jugendorganisationen eigene Angebote auf Ausgrenzungsmechanismen überprüfen und einen Diskussionsprozess anstoßen. Ziel ist es, mehr Teilhabemöglichkeiten in den Angeboten der katholischen Jugend(verbands‐ )arbeit zu schaffen. Eine ähnliche Bereitschaft und Offenheit erwartet der BDKJ auch von Kirche und Politik. „Wir wissen, dass die vollkommene Realisierung von Inklusion, im Zuge derer Anderssein wie selbstverständlich und mit allen Konsequenzen dazugehört, paradiesischen Zuständen entspricht. Dennoch schauen wir auf uns selbst und möchten unser Möglichstes tun, um der Teilhabe aller Menschen unabhängig etwa von geistigen Fähigkeiten, Alter oder Herkunft ein gutes Stück näherzukommen“, so Karin Sterzer, Referentin für Soziale Gerechtigkeit beim BDKJ Osnabrück.
Vieles bewegt hat der BDKJ in den vergangenen Jahren bereits mit seinem Engagement in der Schulkooperation. „Die Entwicklungen in der niedersächsischen Schullandschaft erfordern weiterhin unser Engagement für eine Synthese von Jugendverbandsarbeit und Schule. Mit unserer Fachreferentin Helga Hettlich sind wir bestens aufgestellt“, so der BDKJ‐Diözesanvorsitzende Markus Toppmöller. Folgerichtig wurde ihre Tätigkeit auf Wunsch aller Delegierten um zwei weitere Jahre verlängert.
Hartnäckig bleibt der BDKJ Osnabrück bei der Mitgestaltung kirchlicher Inhalte und Strukturen. Nachdem die BDKJ‐Diözesanversammlung vor einem Jahr beschlossen hatte, Veränderungen zu propagieren und ihren Beitrag zur Zukunft der Kirche zusammen mit Kindern und Jugendlichen zu leisten, sollen die Ergebnisse dieser Arbeit fortgeführt werden. Ehrliche Anfragen und Forderungen an das Lehramt der katholischen Kirche sollen weiterhin mit Nachdruck gestellt und der Dialog gesucht werden. Konkret geht es etwa um den Alltagsbezug von Gottesdiensten, neue Zielgruppen von kirchlichen Angeboten sowie die Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Gremien von Kirchengemeinden.
Personell sieht sich der BDKJ Osnabrück für seine zukünftigen Aufgaben bestens gerüstet. Alle wichtigen Beratungsgremien auf Diözesanebene konnten voll besetzt werden, zudem begrüßte die Versammlung ein neues Gesicht im Diözesanvorstand: Die 23‐jährige Anna Jansen aus Varrelbusch bei Cloppenburg wurde mit großer Mehrheit in den Vorstand gewählt. Im Amt bestätigt wurden sowohl der Präses des BDKJ, Jugendpfarrer Michael Franke (40), als auch der 24‐ jährige Markus Wellmann. Beide engagieren sich bereits seit zwei Jahren im Vorstand des BDKJ Osnabrück.