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Wechsel gibt es in den Ressorts Wissenschaft und Kultur sowie im Sozial-, Kultus- und im Landwirtschaftsministerium. Wulff: »Eine gute Regierung zeichnet sich dadurch aus, dass sie gut startet, dann Kurs hält und sich aus eigener Kraft erneuert. Mit dieser Kabinettsumbildung stellt Niedersachsen die Weichen für ein Land mit großen Perspektiven und einer guten Zukunft." Der Ministerpräsident betonte, dass die Politik der Niedersächsischen Landesregierung nicht auf Wahlperioden und Amtszeiten ausgerichtet sei, sondern gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen Rechnung trage. Wulff: »Keine einzige der Umbildungen erfolgt, weil sich ein Regierungsmitglied etwas hat zuschulden kommen lassen, sondern sie erfolgt in tiefem Respekt und Anerkennung vor den Ideen, dem Mut und der Entschlossenheit, mit der die Kolleginnen und Kollegen in den zurückliegenden Jahren unser Land nach vorne gebracht haben. Niedersachsen steht heute besser da als 2003. Dafür bin ich ihnen dankbar. Jetzt gilt es, die Weichen für unser Niedersachsen im Jahr 2020 zu stellen."
Aygül Özkan wird neue Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration. Sie folgt auf Mechthild Ross-Luttmann. Die 38jährige Juristin ist Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und stellvertretende Landesvorsitzende der CDU in Hamburg. Ihre Eltern stammen aus der Türkei. Die Expertin für Wirtschaft, Arbeit und Integration ist Muslimin. In die CDU ist sie 2004 nach eigenem Bekunden gerade wegen des »C" eingetreten. Özkan: »Die CDU steht für Werte wie Familie, Verantwortung und Zusammenhalt, gesellschaftliches Engagement mit dem Gedanken der christlichen Nächstenliebe, Unterstützung von Schwachen und der Familie. Das sind Werte, die ich auch als Muslimin lebe." Ihr Lebensmotto: »Erst geben, dann nehmen." Özkan versteht Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe. Deshalb ist ihr zentrales Anliegen, Integrationspolitik mit Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik zu verbinden. »Jugendliche mit Migrationshintergrund sind die Arbeitnehmer von morgen und eine große Chance für unser Land." Geboren und aufgewachsen in Hamburg studierte sie nach dem Abitur Rechtswissenschaften. Zuletzt war sie Niederlassungsleiterin des Logistikunternehmens TNT, davor bei der Deutschen Telekom und später bei T-Mobile. Als Bürgerschaftsabgeordnete war Aygül Özkan aktiv im Wirtschafts- sowie im Sozial- und Gleichstellungsausschuß. Sie ist seit 17 Jahren verheiratet und hat einen siebenjährigen Sohn.
Ihr an die Seite wird als Staatssekretär Heiner Pott gestellt. Der 54jährige Jurist ist seit Mai 2000 Oberbürgermeister der Stadt Lingen. Zuvor war er dort unter anderem Dezernent für Jugend, Soziales und Sport, was ihn für seine neue Aufgabe prädestiniert. Pott ist verheiratet und Vater zweier Töchter und dreier Söhne.
Wulff dankt Mechthild Ross-Luttmann. »Sie war in den vergangenen Jahren zuverlässige Ansprechpartnerin für alle Generationen, für Menschen mit Behinderungen und zuletzt ein Aushängeschild Niedersachsens als Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Mechthild Ross-Luttmann hat mit großer Ernsthaftigkeit und ohne große Worte die Belange der sozial Benachteiligten vertreten. Dafür danke ich ihr."
Professor Dr. Johanna Wanka wird neue Ministerin für Wissenschaft und Kultur. Sie folgt auf Lutz Stratmann, der das Amt seit 2003 innehatte. Die 59jährige gebürtige Sächsin war neun Jahre lang Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg. Seit der Bildung der rot-roten Koalition 2009 in Brandenburg ist sie dort CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag. Seit November 2008 ist Johanna Wanka auch Vorsitzende des CDU-Landesverbandes Brandenburg. Die Mathematikprofessorin war 1989 Gründungsmitglied des Neuen Forums in Merseburg (Sachsen-Anhalt) und war von 1994 bis 2000 Rektorin der Hochschule Merseburg, bevor sie als Quereinsteigerin in die Politik wechselte. Als Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) erwarb sie sich durch ihre souveräne und sachorientierte Moderation über die Parteigrenzen hinweg bundesweit Ansehen. In Brandenburg hat Wanka für die Hochschulen durch eine solide finanzielle Perspektive und innovative Instrumente wie einen »Brandenburger Hochschulpakt" Verlässlichkeit geschaffen. In der Kultur hat es Wanka nicht nur verstanden, in der Theater- und Orchesterlandschaft Einbrüche abzuwenden, sondern sogar neue Kultureinrichtungen zu etablieren. Beim Ministerranking des Deutschen Hochschulverbandes 2008 wurde Wanka wegen ihrer wissenschaftspolitischen Leistungen mit Platz 1 und zur »Ministerin des Jahres" gekürt. Johanna Wanka steht für einen innovativen, gestaltenden und verlässlichen Politikansatz. »Ich bin nicht für laute Töne und Polarisierung, sondern orientiere mich an der Sache", sagt sie selbst über sich. Johanna Wanka ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder.
Wulff: »Zukunftsvertrag mit den Hochschulen, Gründung der Niedersächsischen Technischen Hochschule, Verbesserung der Studienbedingungen, Erhöhung der Zahl der Studienplätze, Modernisierung des Hochschulwesens - das alles sind positive Entwicklungen, die eng mit dem Namen Lutz Stratmann verbunden sind. Lutz Stratmann hat dafür gesorgt, dass die niedersächsische Hochschullandschaft wieder konkurrenzfähig ist. Ihm gilt mein besonderer Dank für sein langjähriges Engagement."
Astrid Grotelüschen löst Hans-Heinrich Ehlen im Landwirtschaftsministerium ab. Die 45jährige CDU-Bundestagsabgeordnete ist ausgebildete Diplom-Ökotrophologin und Unternehmerin. Die Landwirtschaft wurde ihr in die Wiege gelegt: Sie wuchs auf dem alteingesessenen Bauernhof ihrer Familie im Kölner Umland auf. Nach dem Studium der Haushalts- und Ernährungswissenschaften in Bonn und ihrer Heirat arbeitete sie in dem auf die Zucht und Brut von Puten spezialisierten Unternehmen ihrer Schwiegereltern, der Mastputen-Brüterei Ahlhorn. 1991 expandierte das Unternehmen in Mecklenburg Vorpommern, dort war sie fünf Jahre zusätzlich als Prokuristin aktiv. Seit 2001 führt sie gemeinsam mit ihrem Mann das Stammunternehmen in Ahlhorn. Genauso wichtig ist für Astrid Grotelüschen ihr ehrenamtliches Engagement, das sie in die Politik geführt hat. »Man kann nur etwas verändern, wenn man selbst anpackt und umsetzt", so ihr Motto. Deshalb trat sie vor zehn Jahren in die CDU ein und engagierte sich zunächst in der Kommunalpolitik. Ihr größter politischer Erfolg war die Bundestagswahl 2009: Nach 44 Jahren eroberte sie den Wahlkreis Delmenhorst-Wesermarsch-Oldenburg-Land direkt für die CDU. Als Bundestagsabgeordnete machte sie sich für die mittelständischen Familienunternehmen stark. Astrid Grotelüschen ist katholisch, verheiratet und hat drei Söhne.
Wulff: »Mein Dank gilt Heiner Ehlen. Auf ihn konnte ich mich seit 2003 als fachkundigen Kabinettskollegen verlassen. Zu seinen Erfolgen zählt, dass unsere Landwirtschaft robust durch die Krise gekommen ist. Auch dass Niedersachsen eine Spitzenposition bei der Bioenergie einnimmt, unser Kompetenzzentrum »Ökolandbau Niedersachsen" - ein bundesweit einmaliges Dienstleistungsprojekt - auf den Weg gebracht wurde, gehört zu seinen Erfolgen. Die Landwirte in Niedersachsen haben Heiner Ehlen in den zurückliegenden sieben Jahren als einen der ihren kennen- und schätzen gelernt. Er ist ein treuer Weggefährte und Mitstreiter."
Dr. Bernd Althusmann folgt auf Elisabeth Heister-Neumann im Kultusressort. Der 43jährige Lüneburger ist seit Juni 2009 Staatssekretär in diesem Ministerium. Althusmann hat sich blitzschnell in diesem Amt zurechtgefunden. »Bildung ist der wichtigste Rohstoff in Niedersachsen", sagt der studierte Pädagoge und Betriebswirt. Neben seiner pädagogischen Erfahrung bringt Althusmann durch seine langjährige Tätigkeit als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Führungserfahrung in sein neues Amt ein. Althusmann setzt sich dafür ein, dass im Bereich der Schulpolitik und der frühkindlichen Bildung ein konstruktiver und vertrauensvoller Dialog fortgeführt wird. Seine politischen Weggefährten schätzen an ihm seine Durchsetzungs- und Überzeugungskraft. Bernd Althusmann ist evangelisch, hat zwei Kinder und lebt getrennt.
Die bisherige Sozialstaatssekretärin Dr. Christine Hawighorst wechselt in das Kultusministerium. Die in Delmenhorst geborene 46jährige Juristin hat über Kriminalprävention promoviert und verfügt über umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung. Das Thema »Frühkindliche Bildung" wird künftig im Kultusministerium gebündelt.
Wulff: »Nach fünf erfolgreichen Jahren als Justizministerin hat Elisabeth Heister-Neumann 2008 die spannende und nicht immer einfache Aufgabe im Kultusressort übernommen. In dieser Zeit sind die Bildungsinvestitionen der Landesregierung weiter gestiegen, so dass wir heute so viele Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen haben wie noch nie. Die Zahl der Schulabbrecher sinkt weiter, die Zahl der Ganztagsschulen ist von 155 auf mehr als 1000 seit 2003 gestiegen. Elisabeth Heister-Neumann hat sich vor keiner Diskussion gedrückt. Ihre herzliche Art hat dem Kabinett gut getan. Ihr gebührt mein Dank für die verlässliche Zusammenarbeit in den vergangenen sieben Jahren."
Die neuen Minister werden dem Landtag vom Ministerpräsidenten vorgeschlagen und müssen in der nächsten Landtagswoche vom Parlament bestätigt und vereidigt werden.