Magazin

Du möchtest deine JULEICA verwalten oder eine Jugendleiter*innencard beantragen? Du hast Fragen zu JULEICA? Wissenswertes zu den Länderregelungen, Vergünstigungen, FAQs? Du findest alles auf juleica.de

Du möchtest deine JULEICA verwalten oder eine Jugendleiter*innencard beantragen? Du hast Fragen zu JULEICA? Wissenswertes zu den Länderregelungen, Vergünstigungen, FAQs? Du findest alles auf juleica.de

Du willst an einer JULEICA-Ausbildung teilnehmen und suchst ein passendes Ausbildungsangebot? Du willst deine JULEICA verlängern? Dann finde was auf juleica-ausbildung.de

Du willst an einer JULEICA-Ausbildung teilnehmen und suchst ein passendes Ausbildungsangebot? Dann schau auf juleica-ausbildung.de

Kalender

M D M D F S S
30
31
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
01
02
03

Mitwirkung und Mitbestimmung im Social-Media-Web

Teilen, statt herrschen. Hendrik Heuermann auf den Mediatagen Nord 2010 in Kiel

Auf dem Fachtag »reboot_Jugendarbeit?«, den der Landesjugendring Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Landesjugendring Niedersachsen im Rahmen der Mediatage Nord in der Industrie- und Handelskammer Kiel am 17. November 2010 durchführte, rief der Politikwissenschaftler Hendrik Heuermann, Hamburg, die Jugendverbände auf, die sozialen Medien wir Facebook, Schüler VZ, youtube und Twitter verstärkt in ihre Kommunikationsstrategien einzubeziehen.


Gestützt auf neuere Ergebnisse aus Studien über die Mediennutzung junger Menschen machte er klar, dass rund 70 % der 14-29jährigen in Communities sozialer Medien unterwegs seien. Gleichzeitig nimmt die Nutzung von Printmedien weiter ab. Er trug vor, dass sich immer noch 46 % dieser Altersgruppe kein Leben ohne Bücher vorstellen können, ein Leben ohne Internet aber schon  86 % nicht mehr. 

Ausführlich stellte Heuermann auch dar, wie sich durch die verstärkte Nutzung der sozialen Medien das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit immer mehr vermischt. Jeder der in sozialen Medien aktiv sei, sollte auf Authentizität und Ehrlichkeit setzen und darauf achten, dass seine Informationen für seine »Freunde« bedeutend sind. Denn attraktiv sind Beiträge dann, wenn sie interaktiv sind, also auch gefragt wird, was andere dazu meinen und wenn sie einen Eigenwert, Exklusivität, haben. Diese Grundsätze zu beachten, empfahl Heuermann auch den Jugendverbänden für ihre Kommunikation in den sozialen Medien, die seines Erachtens schneller und erfolgreicher bei der Information, Vernetzung und bei der Organisation von gemeinsamen Aktionen seien. Als Beispiele nannte er z. B. die Bedeutung, die die sozialen Medien bei der Mobilisierung für Demonstrationen im  Zusammenhang mit »Stuttgart 21« oder im Rahmen von Online-Petitionen hätten.

Am Nachmittag stellten Sonja Reichmann, Mareike Dee und Hans Schwab, Landesjugendring Niedersachsen dar, wie die Jugendverbände die sozialen Medien noch erfolgreicher für ihre Arbeiten nutzen können. Insbesondere in der Verbesserung ihrer Netzwerke, in der Intensivierung der Beziehungen zu ihren Mitgliedern, der Förderung der Beteiligung und in der Beschleunigung der Prozesse, zu gemeinsamen Positionen zu kommen, sahen sie die Vorteile.

In der sehr lebhaften Diskussion wurde deutlich, dass die Jugendarbeit durch die Nutzung der sozialen Medien eine schnelle Teilhabe am Informationsreichtum ihrer Mitglieder und der Betroffenen ermöglichen kann und damit ein Ausbau der Beteiligung von  Kindern und Jugendlichen an den sie betreffenden Fragen erreicht werden kann. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang der kommende neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), der nach Auffassung der 50 TeilnehmerInnen keinen effektiven Jugendschutz bieten wird. Stattdessen wurde dafür plädiert, die außerschulische Jugendarbeit auszubauen, denn so hieß es: »Der beste Medienschutz ist Medienkompetenz und die baut entscheidend auf Sozialkompetenz auf, wie sie in der Jugendarbeit erworben werden kann«. Vor diesem Hintergrund wurden auch die der Jugendarbeit auf Landesebene drohenden Kürzungen von bis zu 30 % in den nächsten beiden Jahren und Aufweichung des § 47 f zur Kinder- Jugendbeteiligung in Schleswig-Holstein deutlich kritisiert. Die Landesregierung will die bestehende Muss-Vorschrift für die Jugendbeteiligung in eine Kann-Regelung überführen und damit wieder den Kommunen die »Freiheit« geben, selbst zu entscheiden, ob sie Jugendliche beteiligen wollen oder nicht.

Hintergrund

Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Jugendverbände und Jugendringe. Er vertritt die Interessen von 26 Mitgliedsorganisationen und 15 Kreisjugendringen, denen zurzeit mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche angehören. Die Arbeit der Jugendverbände in Schleswig-Holstein wird vor allem durch die mehr als 20.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen.

andere Magazinbeiträge

Kommentare

Keine Kommentare


Mach mit und mach Gutes daraus!

Der Jugendserver Niedersachsen ist die niedersächsische Internet-Plattform für Jugend und Jugendarbeit. Alle Inhalte sind beschreibbar, eine einmalige Benutzer*innenanmeldung ist erforderlich. Wir wollen einen freien und offenen Zugang zu Wissen und unterstützen das mit der permanenten Weiterentwicklung und Einbindung entsprechender Angebote, wie zum Beispiel dem Jugendpad und der Verwendung der Creative-Commons-Lizenz. Wir wollen sichere Daten, daher geben wir keine persönlichen Informationen an Dritte weiter, wir verzichten auf Google Analytics und Beiträge über Social-Media werden entsprechend als Jugendserver Niedersachsen News gekennzeichnet. Der Jugendserver Niedersachsen bietet Qualifikation und Know-how für medienkompetentes Handeln in der digitalen Gesellschaft!

Fatal error: require(): Failed opening required '/var/www/clients/client2/web8/private/typo3_src-4.5.40/typo3conf/ext/a1_vscroller/pi1/1.php' (include_path='.:/usr/share/pear:/usr/share/php') in /var/www/clients/client2/web8/private/typo3_src-4.5.40/index.php on line 88