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PolitBrunch zur Bundestagswahl

In kleinen Gruppen diskutierten die Teilnehmer mit den Kandidaten (hier mit Maren Kaminski, oben rechts im Bild)

In kleinen Gruppen diskutierten die Teilnehmer mit den Kandidaten (hier mit Maren Kaminski, oben rechts im Bild)

Jugendliche diskutieren ihre Themen mit Bundestagskandidaten - BDKJ führt erstmalig PolitBrunch zur Bundestagswahl durch


Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Osnabrück hat Jung- und Erstwähler und -wählerinnen erstmals zu einem PolitBrunch zur Bundestagswahl eingeladen. Rund 30 junge Erwachsene diskutierten am Sonntag, 16. August 2009, in der Jugendbildungsstätte Haus »Maria Frieden« in Wallenhorst-Rulle zwei Stunden lang in Kleingruppen mit Dr. Mathias Middelberg (CDU), Dr. Martin Schwanholz (SPD), Dorothea Steiner (Bündnis 90/Die Grünen) und Maren Kaminski (Die Linke). Carl-Ludwig Thiele (FDP) hatte ursprünglich ebenfalls für die Veranstaltung zugesagt, war dann jedoch offenbar verhindert.

Bereits eineinhalb Stunden vor den Gesprächen mit den Politikern haben sich die jungen Leute in der Jugendbildungsstätte getroffen, um ihre Fragen zur erarbeiten, die sie den Bundestagskandidaten stellen wollten. Thematisch hatten sie sich auf die Bereiche Bildung, Armut von Kindern und Jugendlichen, Förderung des Ehrenamtes und Motivation zur Wahlbeteiligung festgelegt. Für die Form der Diskussionen mit den Politikern hatten sich die Organisatoren, der BDKJ, die Kolpingjugend und das Haus »Maria Frieden«, etwas ganz besonderes ausgedacht. Jeder Politiker ist in einem eigenen Raum platziert worden, um dort nacheinander von den vier Kleingruppen besucht zu werden. Jede Kleingruppe hat sich wiederum eines der vier Schwerpunktthemen zu Eigen gemacht.

Auf diese Weise wollte der BDKJ erreichen, dass sich die Kandidaten auf die Fragen der Teilnehmer konzentrieren und es nicht zu einer Diskussion der Politiker untereinander kommt. »So etwas gibt es schon viel zu oft in Podiumsdiskussionen oder Talkshows.« meint dazu BDKJ-Vorsitzende Silvia Bäumer.

Bei der Frage der Bildungsgruppe, ob Studiengebühren gerecht seien, schieden sich bei den Kandidaten die Geister. Während der Vertreter der CDU darauf beharrte, dass in Anspruch genommene Dienstleistungen an Hochschulen auch bezahlt werden müssten, forderte der SPD-Vertreter ein gebührenfreies Erststudium. Für Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke sollen Studiengebühren grundsätzlich abgeschafft werden. Nach Ansicht der Teilnehmer war allen Kandidaten der Wert der außerschulischen Bildung, wie sie zum Beispiel in Jugendverbänden vermittelt wird, nicht in vollem Umfang präsent.

Auf die Frage, welche Rolle die Förderung des ehrenamtlichen Engagements zum Beispiel von Jugendleitern in den jeweiligen Parteiprogrammen spiele, sind die Antworten eher pauschal geblieben: »Das haben wir berücksichtigt.« war die einmütige Antwort. Ermutigt wurden die Teilnehmer jedoch darin, konkrete Forderungen an die Politik zu stellen, wenn es um die Verbesserung der Rahmenbedingungen gehe.

Die Gruppe, die sich mit der Armut von Kindern und Jugendlichen beschäftigte, bat die Kandidaten, drei konkrete Vorhaben zu benennen, wie sie hier Verbesserungen erreichen wollten. Während Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke auf eine Anhebung der Hartz IV-Sätze und eine Kindergrundsicherung bauen, setzt die SPD auf eine individuelle Verteilung von Geldmitteln und die Öffnung des Angebotes für Mittagessen in den Schulen. Die CDU favorisiert eine Erhöhung des Kinderzuschlags sowie einen Rechtsanspruch auf Betreuungsgeld.

Auf die Frage, wie sich Parteien verändern können, um attraktiver für Jugendliche zu werden, waren sich SPD, CDU und Die Linke einig, dass die Inhalte transparenter und verständlicher transportiert werden müssten. Bündnis 90/Die Grünen setzen auch darauf, mehr direkte Mitbestimmungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Volksentscheide zu schaffen.

In der sich anschließenden Auswertung des PolitBrunches stimmten Teilnehmer und Politiker überein, dass dieses Format der Veranstaltung, bei der jeweils Kleingruppen mit einzelnen Kandidaten diskutieren, wesentlich effektiver als die klassische Podiumsdiskussion ist. »So kommen wir in einer guten Atmosphäre wirklich miteinander ins Gespräch und sind viel aktiver dabei.« fasste eine Teilnehmerin ihre Eindrücke zusammen.

Hintergrund

Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände und vertritt in Niedersachsen die Interessen von über 40.000 eingeschriebenen Mitgliedern in Kirche, Gesellschaft und Politik. Im Bistum Osnabrück gehören dem BDKJ rund 18.000 Kinder und Jugendliche an.

Bildtext: In kleinen Gruppen diskutierten die Teilnehmer mit den Kandidaten (hier mit Maren Kaminski, oben rechts im Bild)

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