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24.Februar.2009 │ AEJN e.V.

Soziale Gerechtigkeit - Gesellschaft im Wandel!

Landesfachkonferenz der Evangelischen Jugend tagte im Sachsenhain


Hauptberufliche der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich der hannoverschen Landeskirche haben sich im Rahmen ihrer Jahrestagung (Landesfachkonferenz) mit der sozialen Lage, insbesondere in Niedersachsen und den damit verbundenen jugendpolitischen Herausforderungen für die Jugendarbeit und den Jugendverband Evangelische Jugend auseinander gesetzt. Neben der Bestandsaufnahme der aktuellen Situation kam auch ein Austausch von praktischen Umsetzungsbeispielen der konkreten Jugendarbeit vor Ort nicht zu kurz.





Daniel Tietjen, Vorstandsmitglied der Landesfachkonferenz, hatte zunächst einen medialen Einstieg in das Konferenzthema gegeben und für die mehr als 90 Teilnehmenden entsprechende Grundlagen in Wort und Bild geschaffen (Keynote PDF)

 

Der Sprecher der Landesarmutskonferenz und Mitarbeiter des Diakonischen Werkes Martin Fischer stellte in seinem Einführungsreferat unterschiedliche Definitionen von Armut (auch in Abgrenzung zur Reichtumsdiskussion) vor, nannte einige Praxisbeispiele aus der Einzelfallberatung, die sich mit konkreten Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen befassen, machte einen kurzen Einschub auf die aktuelle Regelsatzdiskussion und unterstrich, dass Kinderarmut immer auch Familienarmut ist. "Die Diskussion über Kinderarmut drängt die Armut bei Jugendlichen an den Rand. 1,2 Millionen Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren leben in der Bundesrepublik in Armut und sind auf staatliche Transferleistungen angewiesen. In Niedersachsen sind 200.000 Kinder bis 14 Jahre auf Hartz IV angewiesen." Martin Fischer nannte im Verlauf seines Referates weitere konkrete Zahlen und Zusammenfassungen aus dem Armuts- und Reichtumsbericht aus Niedersachsen und dem Bund (Schwerpunkt Kinder und Jugendliche), beschrieb Hilfeansätze der Diakonie und formulierte konkrete Herausforderungen und Hilfeansätze für Kirchengemeinden und Kirchenkreise in der Landeskirche. Zum Abschluss stellte er Hilfeangebote und Unterstützungen der Landeskirche Hannovers (Stichwort: »Zukunftsgestalten« und weiter Maßnahmen zur Projektförderung) und gab eine Zusammenfassung der entsprechenden Synodenbeschlüsse.  





Der Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) Mike Corsa ging in seinem Vortrag insbesondere auf die sozioökonomische Lage - in Zuspitzung auf die Armutsentwicklung ein, zeigte Konsequenzen aus Armut auf  und beschrieb die entsprechende Bedeutung für die Kinder- und Jugendarbeit. Ihm ging es zunächst darum die Wahrnehmung der Realität zu schärfen. 13 % der deutschen Bevölkerung ist arm, 43 % der Erwerbslosen gelten als arm. Erschreckend sei der Umstand, dass "Kinder ein Armutsrisiko darstellen. Wer mehr Kinder bekommt ist gefährdeter arm zu werden." "Erlebte Armut erzeugt in der Regel wiederum Armut", führte Mike Corsa weiter aus. Anschließend machte er deutlich, dass es aus seiner Sicht als Konsequenz eine stärkere Öffnung der Evangelischen Jugend für arme Jugendliche geben müsse. Davei müsse sich die Evangelische Jugend als "alltagstauglich" erweisen und ihre Angebote öffnen. Dabei sollte eine stärkere Orientierung an Sozialräumen geschehen und die "Wahrnehmung anderer Realitäten" stärker berücksichtigt werden (Keynote PDF

 

Im  weiteren Verlauf des Tages kam es zum Austausch über konkrete Projekte und Verabredungen zur Zusammenarbeit. In zehn Gruppen wurden  »Schätze gehoben« – also eine Konkretisierung des Themas in verschiedenen Arbeitsfeldern vorgenommen.

 

  1. Armut ist für Alle da! - Mitwirken ermöglichen
  2. Barrierefreier Freizeitspaß! - Teilnahme für Jede(n) ermöglichen
  3. Wer arm ist darf auch beten!
  4. und in der Schule?
  5. KU: Südtirol für die Reichen!  Das Gemeindehaus für die Armen!
  6. Für »Kopfläuse« oder »auf Herz und Nieren« Jugendbildung
  7. Geschlossene Gesellschaft! - offene Arbeit
  8. Du bist dabei! – Alle mischen mit! Teilhabe an Jugendverbandsarbeit
  9. Armut heißt es gibst nichts mehr! - sozialdiakonische Arbeit
  10. Nicht zu übersehen! - Arbeit mit Kindern


Ziel war es eine Übersichtsliste bestehender Aktivitäten zu erstellen, die dann über die aejn in der Themeninsel »Soziale Gerechtigkeit - Gesellschaft im Wandel« im Rahmen des Prozesses neXT2020 des Landesjugendrings Niedersachsen eingebracht werden wird. Da sind die anwesenden Hauptberuflichen als Fachkräfte und Unterstützer der Jugendverbandsarbeit gefragt. Auch als "AgentInnen der Sozialräume". In den Zusammenkünften der einzelnen Sprengel wurde der Frage nachgegangen:
Was können und wollen wir umsetzen?

  • auf Sprengelebene
  • im Kirchenkreis
  • in Kooperation mehrerer Kirchenkreise
  • in Kooperation mit Anderen (z.B. Jugendverbänden)


Dazu wurden erste Verabredungen getroffen, festgehalten wer beteiligt ist und sich auf eine Zeitschiene verständigt. Die »gehobenen Schätze« begannen zu funkeln und gaben erste Hinweise auf eine Erweiterung des Arbeitsspektrums in der Evangelischen Jugend.

 

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