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„Deutschland ist die Heimat vieler junger Muslime“, erklärt der djo-Bundesvorsitzende Thomas Hoffmann. „Anstatt die Schlussfolgerungen und Anregungen der Studie herauszustellen, wird durch einseitige Berichterstattung und fragliche Stellungnahmen ein verzerrendes Bild der jungen Muslime in Deutschland gezeichnet. Diese Verfahrensweise erleichtert nicht die sachliche Auseinandersetzung und schadet sehr konkret dem Gemeinschaftgefühl in der deutschen Gesellschaft, denn dadurch werden Ressentiments nicht verhindert sondern unterstützt. Wir fordern dazu auf, die Studie richtig zu lesen und die darin geschilderten Anregungen aufzugreifen. Insbesondere die Bildungschancen und die Möglichkeiten der Partizipation von jungen Muslimen in Deutschland müssen gestärkt werden.“
„Es ist richtig, dass die Studie feststellt, dass 24% von jungen Muslimen tendenziell gewaltbereit und integrationsunwillig seien“, betont die djo-Bundesvorsitzende Hetav Tek. „An dieser Stelle die Religion als einzigen Grund dieses Befundes zu nennen ist unredlich. Es ist fragwürdig, ob eine Integrationswilligkeit eines Menschen - wie in der der Studie geschehen – durch eine Fragestellung festgestellt werden kann, ob man die Herkunftskultur bewahren oder die deutsche Kultur übernehmen möchte. Die Studie zeigt auch, dass die Mehrzahl aller Befragten sich integrieren möchte. Die Untersuchung des Gallup-Instituts hat 2009 feststellt, dass sich 38% der Muslime in Deutschland isoliert fühlen und als 49% als toleriert und nur 13% als integriert. Dies zeigt, dass eine unausgesetzte Gleichsetzung von Islam und Terrorismus nicht dazu beiträgt, Integrationsbereitschaft zu fördern, sondern das Gegenteil. Andere Gründe einer Gewaltbereitschaft junger Muslime, wie geringe Bildungs- und Arbeitsmarktchancen sollten nicht unter den Tisch gekehrt werden. Wer die Integration von den jungen Muslimen in Deutschland will und einfordert, sollte dies nicht durch eigene einseitige und verzerrende Stellungnahmen behindern.“
Hintergrund
Die djo-Deutsche Jugend in Europa ist ein überparteilicher, überkonfessioneller, föderal und demokratisch aufgebauter Jugendverband auf der Basis der freiwilligen und ehrenamtlichen Jugendarbeit. Sie ist vornehmlich in der außerschulischen Bildungsarbeit, Freizeitgestaltung, Kulturarbeit, Integrationsarbeit und in der internationalen Jugendarbeit tätig. Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen eine Querschnittsaufgabe im Rahmen ihrer Jugendarbeit dar. Sie begreift sich als Dachverband ihrer Landesverbände, von landsmannschaftlichen Gruppen und von Migrantenjugendorganisationen, die sich als djo-Bundesgruppen verstehen. Ziel ist die Anerkennung und Teilhabegerechtigkeit von Migrantenjugendverbänden und Migrantenselbstorganisationen in Deutschland. Leitbild des Verbandes ist das gleichberechtigte, tolerante und solidarische Zusammenleben in kultureller und inhaltlicher Vielfalt und kulturellen Rechte von Vertriebenen, Flüchtlingen und Migranten.