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Digitale 44. Vollversammlung des Landesjugendring Niedersachsen e.V. im Zeichen von Aufbruch und Veränderung

„Die Pandemie stellt nach wie vor die Jugendarbeit ebenso wie die jungen Menschen vor neue und ungeahnte Herausforderungen. Auch wenn sich hoffentlich im Laufe des Jahres 2021 zunehmend bessere Perspektiven abzeichnen sollten, so werden die Auswirkungen noch lange nachklingen. Dafür bedarf es auch der Unterstützung von Seiten der Politik. Jetzt gilt es, die bestmögliche Ausgangsposition für die Jugendarbeit der Zukunft zu gestalten”, so Claudia Stelzmann (Vorstandssprecherin LJR) bei der 44. Vollversammlung des Landesjugendring Niedersachsen e.V. (LJR) am 06.03.2021, die erstmalig digital stattfand.


Die erst am Vortag vereidigte Sozialministerin Daniela Behrens dankte den Delegierten in ihren Grußworten für ihr Engagement und hob die Bedeutung der Jugendarbeit und Jugendverbände gerade in Zeiten der Pandemie hervor. Unabhängig von aktuellen Gesetzesnovellen werde die Berücksichtigung der Bedürfnisse der verschiedenen Trägerstrukturen für eine zeitgemäße Jugendarbeit im Blick behalten. Die Ministerin benannte das Förderprogramm „4Generation” als Beispiel für eine nahbare und bedarfsorientierte Förder- und Unterstützungsstruktur für die Jugendarbeit und ihre gegenwärtigen Herausforderungen. In diesem Förderprogramm ist seit dem 06.03.2021 eine Antragsstellung möglich. 

Die über 70 Delegierten der 19 Mitgliedsverbände des LJR befassten sich weiterhin mit Beratungen über Anträge, Finanzen und Wirtschaftspläne sowie mit Wahlen. 

Fachvorstände wurden Oliver Ohm (NFJ, Fachvorstand Vielfalt), Regina Gehlisch (JANUN, Fachvorstand Ökologie und Nachhaltigkeit) sowie Stephanie Heck (SJD – Die Falken, Fachvorstand Erinnerungsarbeit & gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit). Jens Risse (BDKJ) hatte nach über einen Jahrzehnt Zugehörigkeit zum LJR-Vorstand im Vorfeld der Sitzung aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Beraten und beschlossen wurden zudem inhaltliche Anträge zu „Stark aus der Krise: Jugendarbeit sichern heißt Zukunft sichern!”, „Kommunen jugendgerecht gestalten! Jugendpolitische Kriterien zur Kommunalwahl 2021”, „Antrag zur Aussetzung des Jahres 2021 als Teil der Berechnungsgrundlage für Ansprüche nach § 6 und § 7 JFG im Jahr 2023” und „Zusammen auf dem Weg”. Die Beschlüsse sind unter www.ljr.de zu finden. 

Für intensive Diskussionen und Aufregung sorgten der Aufnahmeantrag der Young Schura Niedersachsen und der Antrag der DITIB-Jugend LV Niedersachsen und Bremen auf Einzelmitgliedschaft. Der Vorstand des Landesjugendring Niedersachsen e.V. hatte diese Anträge seit dem Herbst des letzten Jahres intensiv begleitet und unterstützt. Der Vorstand bedauert es, dass die Young Schura ihren Antrag auf Mitgliedschaft aus nachvollziehbaren Gründen zurückgezogen hat. Nachdem sich zwar eine knappe Mehrheit der Delegierten für den Antrag der DITIB-Jugend ausgesprochen hat, jedoch das notwendige Quorum von 2/3 der Delegierten nicht erreicht werden konnte, bleibt die DITIB-Jugend als Teil des Arbeitskreises niedersächsischer Jugendgemeinschaften (ANJ) weiterhin willkommenes Mitglied im Landesjugendring. 

Zu einer lebendigen Demokratie gehört nach Überzeugung des Vorstandes auch eine lebendige, offene, aber auch wertschätzende und nicht verletzende Diskussion. Ein solche Diskussion wurde nicht nur, aber auch durch die Rahmenbedingungen in der Corona-Pandemie erschwert. 

Der Vorstand ist sehr dankbar, dass die Delegierten einstimmig dem Dringlichkeitsantrag „Zusammen auf dem Weg” des Vorstandes gefolgt sind und kurzfristig eine Arbeitsgruppe eingesetzt wird, um den Ansprüchen an einen vielfältigen LJR in Zukunft gerechter zu werden.

Eine ausführliche Erklärung des Vorstandes zur Ablehnung des Antrags auf Einzelmitgliedschaft der DITIB-Jugend und zum Rückzug des Aufnahmeantrags der Young Schura ist auf www.ljr.de zu finden.

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